UBS Aktie: Größter Anleihe-Rückkauf abgeschlossen

Symbolbild, KI-generiert

UBS nahm alte Credit-Suisse-Anleihen für 7,93 Milliarden Dollar zurück und senkte den Bestand seit 2023 auf etwa 29 Milliarden Dollar.

Auf einen Blick:
  • UBS sammelte Anleihen im Nennwert ein
  • Rückkaufvolumen auf 5,8 Milliarden erhöht
  • Altbestand sinkt auf etwa 29 Milliarden
  • UBS-Aktie nahe dem 52-Wochen-Hoch

UBS hat ihren größten Rückkauf alter Credit-Suisse-Anleihen abgeschlossen. Über neun gleichzeitige Cash-Tender-Angebote sammelte die Bank Anleihen im Nennwert von 7,93 Milliarden Dollar ein. Die Nachfrage der Investoren fiel so hoch aus, dass UBS das ursprünglich vorgesehene Maximalvolumen von 4,0 auf 5,8 Milliarden Dollar erhöhte, um mehr Papiere annehmen zu können.

Die Angebote liefen vom 2. bis 10. September, die Abwicklung ist für den 14. September terminiert. Betroffen sind Anleihen in Dollar, Euro und Pfund mit Laufzeiten bis 2033 und Kupons von bis zu 9,016 Prozent. Zusätzlich zieht UBS bei drei weiteren Anleihen ihr Kündigungsrecht, wodurch weitere 1,8 Milliarden Dollar fällig werden. In Summe reduziert sich die Altlast damit um knapp 10 Milliarden Dollar.

Altbestand schrumpft deutlich

Der historische Bezugsrahmen zeigt das Ausmaß des Schuldenabbaus. Zum Zeitpunkt der Übernahme 2023 lastete Credit-Suisse-Schulden von rund 90 Milliarden Dollar auf der Bilanz. Nach dem aktuellen Rückkauf sinkt dieser Bestand auf etwa 29 Milliarden Dollar. Bereits im November 2025 hatte UBS 7,7 Milliarden Dollar zurückgekauft, kumuliert wurden damit rund 15,6 Milliarden Dollar an alten Verbindlichkeiten getilgt.

CEO Sergio Ermotti ordnete die Transaktion als Vorteil für Aktionäre und Kunden ein, die von der fortschreitenden Integration profitierten. Der Schritt zielt darauf, die Zinskosten der Bank vorausschauend zu steuern und die Verbindlichkeiten im Rahmen der TLAC-Anforderungen zu ordnen. Die Integration der beiden Institute soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein, verbunden mit Kostensynergien von mehr als 12 Milliarden Dollar.

Nicht vollständig gelöst ist dagegen das Kapitel der AT1-Anleihen, die bei der Übernahme vollständig abgeschrieben wurden. Rechtliche Auseinandersetzungen dazu laufen weiterhin.

Kurs nahe Jahreshoch

Der Anleihenrückkauf fällt in eine Phase, in der die UBS-Aktie ohnehin gefragt ist. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 47,24 Euro, ein Plus von 1,6 Prozent auf Tagessicht. Damit liegt der Kurs nur noch rund 2 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro, das erst Mitte Juli erreicht wurde.

Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs um 36 Prozent verteuert, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 19 Prozent zu Buche. Das kontinuierliche Abschmelzen der Credit-Suisse-Altlasten dürfte Investoren dabei als Beleg dafür dienen, dass die Integration planmäßig voranschreitet – ein Faktor, der zuletzt auch die Kursentwicklung gestützt hat.

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