Der Bundesrat legte sich im vergangenen Jahr auf eine Verschärfung der „Too-big-to-fail“-Regulierung fest und sah darin unter anderem vor, dass die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften in Zukunft komplett mit Eigenmitteln unterlegt. Aktuell liegt die Anforderung noch bei 60 Prozent. Sollte die neue Regelung durchgesetzt werden, könnte ein Mehrbedarf von bis zu 26 Milliarden US-Dollar auf die Schweizer Bank zukommen, welche sich die krisengeplagte Credit Suisse einverleibte.
Die UBS warnt seit jeher vor Wettbewerbsnachteilen, die daraus entstehen könnten. Nun meldete die „Financial Times“ dass das Unternehmen sich dabei wohl auf Unterstützung einiger Parlamentarier verlassen kann, welche die angestrebte Regelung als zu streng bewerten.
Im Dunkeln tappen
Jene wollen wohl auf einen Kompromiss hinarbeiten. Allerdings scheint noch unklar zu sein, wie genau jener aussehen könnte und es wird zugleich davor gewarnt, dass das Vorhaben auf Widerstand bei anderen Parteien stoßen könnte. Das meiste bleibt also im Dunkeln und die UBS selbst wollte die Berichte bislang nicht kommentieren.
Die Fragezeichen bleiben daher bestehen und die Anleger halten sich weiterhin zurück. Gleichzeitig zeigt sich, dass die gestrige Erholung der Märkte nur von kurzer Dauer war. Am Gründonnerstag gibt es zuhauf rote Vorzeichen zu sehen und die Aktien der Banken machen keine Ausnahme. Im Falle der UBS ging es im frühen Handel um 1,9 Prozent auf 33,68 Euro abwärts.
UBS Aktie Chart
UBS: Krisenzeiten
Neben eigenen Baustellen ist es weiterhin der Krieg im Nahen Osten, der auf der UBS und anderen Geldhäusern lastet. Befürchtet wird aufgrund der steigenden Energiepreise, dass die Inflation sich wieder auf höherem Niveau festbeißen könnte. Das wiederum könnte Zinssteigerungen auslösen und damit das Neukundengeschäft abwürgen. Zwar ist ein solches Szenario bislang noch theoretischer Natur. Viele Anleger wollen aber offensichtlich nicht erst darauf warten, dass daraus Realität wird.
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