Ein Bericht über mögliche Erleichterungen bei den Schweizer Eigenmittelvorschriften und unbestätigte Übernahmespekulationen trieben UBS am Donnerstag nach oben. Medienberichten zufolge erklärten diese beiden Themen den Kurssprung. Bereits am Dienstag hatte AlphaValue/Baader Europe die Aktie jedoch herabgestuft und das Kursziel auf 41,70 CHF gesenkt.
Niedrigeres Kursziel und offene Kapitalfragen
AlphaValue/Baader Europe senkte die Empfehlung von „Add“ auf „Reduce“ und reduzierte das Kursziel von zuvor 44,20 CHF. Damit fiel die Analystenaktion skeptisch aus, während die nachfolgenden Berichte über Kapitalregeln und eine mögliche Transaktion den Kurs stützten.
Laut dpa-AFX brachte ein Mitglied des Nationalrats am Mittwoch einen Kompromissvorschlag zu den Eigenmittelvorschriften ein. UBS könnte ihre Tochtergesellschaften danach künftig nach der „Equity-Methode“ deutlich konservativer bewerten. Ob der Vorschlag parlamentarische Unterstützung findet und wie stark er den Kapitalbedarf senken würde, blieb offen.
Daneben kursierten am Donnerstag Spekulationen über einen möglichen Verkauf des UBS-Auslandgeschäfts an Morgan Stanley. Medienberichten zufolge behauptete der X-Nachrichtendienst „Wall St Engine“, der Kaufpreis könne 138 Milliarden Dollar betragen, verbunden mit einem Aufpreis von 25 Prozent. Weder ein Deal noch ein offizieller Transaktionsprozess waren bestätigt.
UBS erwartet höhere Einsparungen
Operativ hatte UBS am 28. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von USD 2,7 Mrd. gemeldet. Die Rendite auf das harte Kernkapital, RoCET1, erreichte 14,8 Prozent.
Bei den Bruttokosteneinsparungen erwartete UBS insgesamt USD 13,7 Mrd. und damit mehr als die bisherige Zielmarke von rund USD 13,5 Mrd. Bis zur Ergebnisveröffentlichung hatte die Bank nach eigenen Angaben Einsparungen von brutto USD 13,2 Mrd. erreicht.
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