UBS Aktie: 13 Milliarden Dollar AT1-Kompromiss

Symbolbild, KI-generiert

Der Ständerat berät über UBS-Kapitalvorgaben: Ein Kompromiss könnte 13 Milliarden US-Dollar AT1-Kapital erlauben, statt 20 Milliarden.

Auf einen Blick:
  • Ständerat berät über UBS-Kapitalregeln
  • Kompromiss sieht 13 Milliarden Dollar AT1 vor
  • UBS-Aktie verliert 1,3 Prozent
  • Parlamentarischer Ausgang bleibt weiterhin offen

Der Schweizer Ständerat stimmt am heutigen Donnerstag über einen Kompromiss zu den künftigen Kapitalanforderungen für UBS ab. Im Zentrum steht die Frage, wie stark die Grossbank ihre Auslandstöchter mit hartem Kernkapital unterlegen muss – eine Entscheidung mit direkten Folgen für Milliardenbeträge an Eigenkapital.

Worum es bei der Abstimmung geht

Der Bundesrat verlangt seit 2011 schärfere Regeln für die Grossbank, verschärft nach der UBS-Rettung von 2008. Aktuell fordert die Regierung, dass Auslandstöchter zu 100 Prozent mit hartem Kernkapital abgesichert werden müssen, statt der bisherigen 45 Prozent.

Eine Ständeratskommission hat dagegen einen Mittelweg vorgeschlagen: nur die Hälfte in hartem Kernkapital, die andere Hälfte über AT1-Anleihen. Konkret geht es um einen Kompromiss, wonach UBS bis zu 13 Milliarden US-Dollar an AT1-Kapital für ihre Auslandstöchter nutzen dürfte – die volle Forderung des Bundesrats würde dagegen rund 20 Milliarden US-Dollar zusätzliches hartes Kernkapital bedeuten.

UBS selbst bezeichnet die schärferen Vorgaben als „erhebliche Verschärfung“ und verweist darauf, dass die Schweizer Regeln bereits heute zu den strengsten weltweit zählten. Ein Antrag von FDP-Ständerat Caroni sieht zudem vor, das gesamte Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.

Politischer Streit ohne klare Mehrheit

Die Debatte zieht sich seit Wochen durch das Schweizer Parlament, ohne dass sich bislang ein eindeutiger Ausgang abzeichnet. Für Anleger bedeutet das anhaltende Unsicherheit: Jede Verschärfung würde die Kapitalkosten der Bank erhöhen und potenziell Ausschüttungen an Aktionäre schmälern, während ein für UBS günstigerer Kompromiss als Entlastung gewertet würde.

Der Streit reiht sich in eine längere Auseinandersetzung zwischen Bank und Regierung ein, seit der Bundesrat nach der Übernahme der Credit Suisse auf eine grundlegende Neuordnung der Eigenkapitalvorschriften drängt.

Die heutige Abstimmung im Ständerat ist dabei nur eine Etappe – das letzte Wort in der Auseinandersetzung um die Kapitalunterlegung dürfte damit noch nicht gesprochen sein.

Kursreaktion bleibt verhalten negativ

Der Kurs der UBS-Aktie notierte am Mittwoch bei 43,94 Euro und büsste damit 1,3 Prozent ein. Auf Wochensicht steht ein Minus von 5,5 Prozent zu Buche, was den Titel rund 8,8 Prozent unter sein 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro drückt.

Der RSI-Wert von 34,7 signalisiert eine bereits leicht überverkaufte Situation, was auf eine gewisse Erschöpfung des jüngsten Abwärtstrends hindeuten könnte.

Trotz der jüngsten Schwäche bleibt der Titel auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Plus von 26 Prozent im grünen Bereich – ein Hinweis darauf, dass die aktuelle Regulierungsdebatte zwar kurzfristig belastet, das längerfristige Anlegervertrauen in die Bank aber nicht grundsätzlich erschüttert hat.

Wie stark sich die heutige Abstimmung tatsächlich auf die Kapitalplanung von UBS auswirkt, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn der weitere parlamentarische Prozess Klarheit schafft.

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 17. September liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)