Ubisoft-Aktie: Totaler Umbau läuft!

Der französische Spieleentwickler erwartet einen massiven operativen Verlust

Auf einen Blick:
  • Ubisoft teilt sich in fünf spezialisierte Creative Houses auf
  • Sechs Spiele werden eingestellt, darunter das Prince of Persia Remake
  • Für 2026 erwartet Ubisoft einen Betriebsverlust von rund 1 Milliarde Euro
  • Kostensenkungsprogramm soll zusätzliche 200 Millionen Euro einsparen

Bei Ubisoft läuft gerade ein Umbau, der es in sich hat. Der französische Spieleentwickler streicht sechs Projekte komplett, darunter das lange erwartete Prince of Persia Remake. Dazu kommen Verzögerungen bei sieben weiteren Titeln. Die Reaktion des Marktes dürfte heftig ausfallen, denn die neuen Finanzzahlen sind alles andere als erfreulich.

Die Nettobuchungen für 2026 werden jetzt nur noch bei rund 1,5 Milliarden Euro erwartet statt der ursprünglich geplanten 1,9 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang von über 20 Prozent. Noch dramatischer sieht es beim operativen Ergebnis aus. Hier rechnet Ubisoft mit einem Verlust von etwa 1 Milliarde Euro. Ursprünglich sollte man die Gewinnschwelle erreichen.

Die Ursache für diese Zahlen liegt auf der Hand. Spieleabbrüche und Verzögerungen schlagen mit rund 650 Millionen Euro zu Buche. Der Free Cashflow soll zwischen minus 400 und minus 500 Millionen Euro liegen. Die Nettoverschuldung wird zum Jahresende zwischen 150 und 250 Millionen Euro erwartet, bei Barreserven von 1,25 bis 1,35 Milliarden Euro.

Fünf Creative Houses sollen es richten

Ab April startet die neue Organisationsstruktur mit fünf spezialisierten Einheiten. Vantage Studios, die erste Einheit, wurde bereits im November mit einer Investition von 1,16 Milliarden Euro durch den chinesischen Technologieriesen Tencent gegründet. Hier laufen die größten Franchises wie Assassin’s Creed. Die anderen vier Einheiten konzentrieren sich auf Multiplayer-Shooter, Live-Services, narrative Spiele sowie Casual- und Familienspiele.

Jede dieser Creative Houses bekommt volle Budget- und Ergebnisverantwortung. Die Führungsteams werden nach Kennzahlen wie Spielerengagement und Wertschöpfung bezahlt. Das soll die Entscheidungswege verkürzen und die Kreativität fördern. Ob das funktioniert, muss sich erst zeigen.

Das Kostensenkungsprogramm über 100 Millionen Euro wird bereits im März abgeschlossen, ein Jahr früher als geplant. Jetzt kommt Phase drei mit weiteren 200 Millionen Euro Einsparungen über die nächsten zwei Jahre. Studios in Halifax und Stockholm wurden bereits geschlossen. Die bisherige Prognose für 2026-27 wurde komplett zurückgezogen. Neue Mittelfristziele soll es erst im Mai 2026 geben. Anleger stehen vor einer langen Phase der Unsicherheit.

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