Ubisoft Aktie: Tencent sichert sich Assassin’s Creed

Nach einem massiven Kurseinbruch erholt sich die Ubisoft-Aktie leicht. Der Tencent-Deal und ein Schuldenabbau geben Hoffnung, doch die Profitabilität bleibt fraglich.

Auf einen Blick:
  • Aktie erholt sich nach Rekordverlust
  • Tencent investiert in Vantage Studios
  • Schulden drastisch reduziert
  • Profitabilität erst 2028 erwartet

Nach dem härtesten Kurseinbruch seit Jahren kämpft sich Ubisoft zurück. Am Freitag legte die Aktie rund zehn Prozent zu und schloss bei 5,14 Euro — ein teilweises Aufatmen nach dem 18-prozentigen Absturz vom Vortag. Auslöser des Einbruchs war ein operativer Rekordverlust von 1,3 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr bis März 2026.

Zahlen ohne Schönheitspreis

Die Jahreszahlen lesen sich schwer. Die Netto-Buchungen sanken um 17,4 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro, der Gesamtumsatz brach um fast 22 Prozent ein. Auf der Habenseite steht immerhin eine drastisch gesunkene Nettoverschuldung: von 885 Millionen auf 187 Millionen Euro. Das gibt dem Unternehmen zumindest etwas Spielraum.

Parallel läuft ein harter Stellenabbau. 1.200 Stellen fallen weg, die Belegschaft schrumpft auf 16.600 Mitarbeiter. Management-Kalkulation: 118 Millionen Euro Fixkosteneinsparungen pro Jahr.

Tencent übernimmt die Kronjuwelen

Das strategisch bedeutsamste Signal kommt aus dem Deal mit Tencent. Der chinesische Technologieriese investierte 1,16 Milliarden Euro für einen 26-prozentigen wirtschaftlichen Anteil an dem neu gegründeten Studio „Vantage Studios“. Dort liegen künftig die IP-Rechte an Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six — den wichtigsten Marken des Konzerns.

Vantage Studios wird mit rund 4,5 Milliarden Euro bewertet. Das ist fast das Doppelte des Unternehmenswerts von Ubisoft selbst — eine Diskrepanz, die zeigt, wie tief der Konzern in der Bewertung gefallen ist. CEO Yves Guillemot ordnet die verbleibenden Entwicklungsteams in fünf sogenannte „Creative Houses“ um, um die Produktion zu straffen.

Hoher Short-Anteil, enger Widerstand

Die Kursbewegungen der vergangenen Tage spiegeln auch die Marktstruktur wider. Rund 13,5 Prozent des Streubesitzes liegen in Short-Positionen von zehn verschiedenen Fonds — ein Niveau, das Erholungsrallyes schnell anfachen kann, wenn Leerverkäufer zum Eindecken gezwungen werden. Technisch liegt eine Widerstandszone bei 5,34 Euro, der aktuelle Kurs von 5,10 Euro notiert knapp darunter. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast 20 Prozent zu Buche, auf Jahressicht hat die Aktie rund die Hälfte ihres Wertes verloren.

Hinzu kommt eine Meldung der Gründerfamilie: Guillemot Brothers Limited verlängerte einen Finanzierungsvertrag, der 2 Millionen Ubisoft-Aktien als Sicherheit hinterlegt, bis April 2027.

Profitabilität erst 2028

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 bleibt Ubisoft vorsichtig. Die Netto-Buchungen sollen nochmals um acht bis neun Prozent sinken, der freie Cashflow könnte bis zu 500 Millionen Euro negativ ausfallen. Operative Profitabilität und positiver Cashflow — ursprünglich früher angepeilt — verschiebt das Management nun auf das Geschäftsjahr bis März 2028.

Einen Lichtblick liefern die 36 Millionen monatlich aktiven Nutzer, deren wiederkehrende Ausgaben um 14,7 Prozent gestiegen sind. Ob das reicht, um die Lücke zu schließen, die zwei schwache Geschäftsjahre hinterlassen haben, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — dann auch mit dem ersten Ergebnisbeitrag aus der neuen Vantage-Struktur.

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