Unter Spielern hat der Ruf von Ubisoft aufgrund der beinahe unerträglichen Mittelmäßigkeit der Spiele aus den letzten Jahren bereits merklich gelitten. Kürzlich verkündete der französische Spielekonzern nun einen umfassenden Plan, um wieder zurück in die Spur finden zu können. Im Rahmen dessen wurden mehrere Projekte eingestampft und es sollen 200 Stellen im Rahmen eines Freiwilligenprogramms wegfallen.
Eben damit scheint Ubisoft es sich nun aber mit den eigenen angestellten verscherzt zu haben. Gleich fünf Gewerkschaften reagierten auf die jüngsten Pläne, in dem sie zu einem großen Streik vom 10. bis zum 12. Februar aufriefen. Für Unmut sorgen nicht nur die Pläne an sich, sondern auch die Kommunikation.
Ubisoft schafft Fakten
Laut einem Social-Media-Post habe man von den vorgesehenen Änderungen erst durch die Medien erfahren. Mit den Gewerkschaften hat das Management im Vorfeld also offenbar nicht das Gespräch gesucht. Kritik gibt es auch daran, dass eine erst vor Kurzem getroffene Vereinbarung für Homeoffice ersatzlos gestrichen werden soll.
Die Gewerkschafter fühlen sich nach eigenem Kunden behandelt „wie Kinder“. Dabei seien es die Mitarbeiter, welche Ubisoft über die Jahre mit ihrer Arbeit erst großgemacht hätten. Das Management habe den Blick dafür verloren, worauf es in der Branche ankommt. Das soll nun wohl mit drastischen Mitteln unterstrichen werden.
Ubisoft in der Dauerkrise
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Der angekündigte Streik verschärft die ohnehin brenzlige Lage bei Ubisoft noch weiter. Das Unternehmen findet kaum noch auf die Füße. Einige Achtungserfolge sind in der jüngeren Vergangenheit zwar gelungen. Bei den Absatzzahlen besteht aber noch immer Nachholbedarf. Das Management wirkt überfordert bis verzweifelt, was für Anleger ein klares Warnsignal darstellt.
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