Ubisoft Aktie: 99.451 Spieler auf Steam-Spitze

Das Remake von Assassin's Creed Black Flag erzielt Rekordzahlen auf Steam und treibt die Ubisoft-Aktie trotz Stellenabbau an.

Auf einen Blick:
  • Neuer Steam-Rekord für Ubisoft
  • Aktie erholt sich deutlich
  • Stellenabbau in Barcelona
  • Fokus auf Abo-Dienst und Updates

Ubisoft meldet einen neuen Meilenstein für seine wichtigste Marke. Das Remake Assassin’s Creed Black Flag Resynced bricht auf der Steam-Plattform alle bisherigen Rekorde des Publishers. Die Spielerzahlen signalisieren ein deutliches Comeback der Serie.

Am Freitag erreichte der Titel in der Spitze 99.451 zeitgleiche Nutzer. Schon vor dem offiziellen Start verkaufte Ubisoft rund 300.000 Kopien über Steam. Das entspricht einem Bruttoumsatz von geschätzten 14 Millionen Dollar.

Rekordjagd trotz technischer Hürden

Der Erfolg übertrifft bisherige Veröffentlichungen deutlich. Die Verkaufszahlen liegen zum jetzigen Zeitpunkt um das Fünffache über denen von Assassin’s Creed Shadows. Offenbar trifft die Rückkehr zu klassischen Spielmechaniken ohne Rollenspiel-Elemente den Nerv der Community.

An der Börse zeigt die Aktie eine spürbare Erholung. Trotz eines minimalen Tagesverlusts auf 5,82 Euro legte der Kurs im Monatsvergleich um rund 21 Prozent zu. Die Marktkapitalisierung kletterte damit wieder auf 817,85 Millionen Euro.

Seit dem Jahrestief im März 2026 hat sich der Börsenwert um fast 58 Prozent gesteigert. Das Papier notiert aktuell deutlich über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Investoren bewerten die starke Nachfrage auf dem PC als positives Signal für die kommenden Quartale.

Schattenseiten des Erfolgs

Parallel zum Verkaufsstart sorgt ein radikaler Stellenabbau für Unruhe. Ubisoft Barcelona entlässt nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten 51 Mitarbeiter. Das trifft fast ein Drittel der Belegschaft des spanischen Studios.

Die Gewerkschaften reagieren mit Arbeitsniederlegungen. Streiks an Dienstagen und Donnerstagen sollen den Druck auf das Management erhöhen. Die Angestellten fordern besseren Kündigungsschutz und flexiblere Homeoffice-Regelungen.

Dieser Schritt ist Teil einer konzernweiten Sparwelle. Seit Beginn des Jahres 2026 hat der französische Konzern bereits über 500 Stellen gestrichen. Ubisoft versucht so, die Profitabilität trotz schwankender Release-Zyklen zu stabilisieren.

Fokus auf Langzeitumsatz

Nach anfänglicher Kritik an technischen Details verbessern sich die Nutzerbewertungen. Die Entwickler versprechen zeitnahe Updates für die grafisch überarbeitete Version. Der Fokus liegt nun auf der Nachhaltigkeit der Einnahmen durch verschiedene Editionen.

Ubisoft setzt verstärkt auf seinen Abo-Dienst Ubisoft+ Premium. Neue Inhalte wie eine exklusive Blackbeard-Kampagne sollen die Spieler dauerhaft an die Plattform binden. Die Entwicklung der Nutzerzahlen auf Steam bleibt das wichtigste Barometer für den Erfolg dieser Strategie.

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