Die Pläne von Uber für den Einsatz autonomer Fahrzeuge stoßen bei Analysten auf Zuversicht. Das Analysehaus Bernstein hat am Mittwoch seine Einstufung mit „Outperform“ sowie ein Kursziel von 95 $ für die Aktie des Fahrdienstvermittlers bestätigt. Als zentralen Treiber für diese Einschätzung heben die Experten die Strategie des Unternehmens hervor, autonome Fahrzeugflotten in die eigene Plattform zu integrieren.
An der Börse notierte das Papier am Freitag bei einem Schlusskurs von 60,49 Euro. Damit liegt der Titel rund 31 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 87,09 Euro, das Anfang November des Vorjahres markiert worden war.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus im Kurs auf 13 Prozent. Die Bestätigung der optimistischen Einschätzung durch Bernstein fällt somit in eine Phase, in der Anleger vor allem auf die mittelfristigen Wachstumsimpulse des Plattformbetreibers blicken.
Neue Technologien und Pilotprojekte im Fokus
Ein wesentlicher Baustein der technologischen Weiterentwicklung betrifft den praktischen Einsatz fahrerloser Systeme. Uber bietet gemeinsam mit dem Partner Wayve beaufsichtigte Fahrten in Robotaxis für die Öffentlichkeit in London an. Bei diesem Angebot verbleiben Sicherheitsfahrer an Bord der Fahrzeuge, um den Betrieb abzusichern. Der Konzern bereitet damit schrittweise die Einführung automatisierter Mobilitätskonzepte im städtischen Raum vor.
Parallel zu den Fortschritten im Bereich der Automatisierung treibt das Unternehmen kontinuierlich funktionale Erweiterungen der eigenen Kernanwendung voran. Medienberichten zufolge hat der Konzern seine Konten für ältere Fahrgäste mit speziellen Zugänglichkeitsfunktionen erweitert.
Die Neuerungen umfassen einen vereinfachten Modus innerhalb der Anwendung, flexiblere Abholpräferenzen sowie ein Pilotprojekt, bei dem ausgewählte Fahrgäste gezielt an Fahrzeuge mit besonders leichtem Einstieg vermittelt werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, neue demografische Nutzergruppen enger an die Plattform zu binden.
Gezielter Ausbau gehobener Fahrdienste
Neben der Technologie- und Zielgruppenerweiterung setzt Uber auf das margenstärkere Segment der Premium-Fahrten. Am Mittwoch startete das Unternehmen mit Uber Black seinen ersten Premium-Fahrdienst in Sri Lanka und erschloss damit einen weiteren Ländermarkt für dieses Angebot.
Bereits am 24. September hatte Uber zudem seine gehobenen Beförderungsoptionen in den US-Regionen Detroit und Ann Arbor ausgeweitet. In diesen Gebieten sind seither die Fahrzeugkategorien Premier und Premier SUV in zusätzlichen Zonen verfügbar.
Zusammen mit der Ausweitung der Lieferkooperation mit Costco, die inzwischen fast 600 Standorte in 47 US-Bundesstaaten umfasst, unterstreichen diese Schritte das Bestreben, das bestehende Kerngeschäft auf den Plattformen weltweit zu vertiefen.
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