Die Aktie von Uber hat seit Jahresbeginn rund zehn Prozent an Wert verloren. Anleger sorgen sich vor allem um die langfristigen Auswirkungen autonomer Fahrzeuge auf das Geschäftsmodell. Analyst Ronald Josey von Citi Research sieht in dieser Schwäche jedoch eine Kaufgelegenheit. Er argumentiert, dass Uber durch seine wachsende Zahl an Partnerschaften im Bereich autonomer Fahrzeuge bestens positioniert sei, um bis 2029 zum weltweit größten Vermittler autonomer Fahrten zu werden.
Sieben neue Partnerschaften seit Februar
Seit der Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal Anfang Februar hat Uber sieben neue oder erweiterte Kooperationen im Bereich autonomer Fahrzeuge angekündigt. Die jüngste Partnerschaft mit Rivian sieht die Lieferung von 10.000 vollautonomen R2-Robotaxis vor, mit einer Option auf weitere 40.000 Fahrzeuge. Josey hebt zudem die Zusammenarbeit mit Nvidia hervor, die den Zeitaufwand und die Kosten für die Einführung autonomer Systeme deutlich reduzieren dürfte.
„Wir erwarten, dass das Angebot in den nächsten ein bis drei Jahren deutlich zunimmt, wobei die Mobilitätsplattform von Uber ein wichtiger Treiber der Nachfrage sein wird“, schreibt Josey in seiner Analyse. Das Unternehmen investiert parallel 100 Millionen Dollar in den Aufbau eines Netzwerks von Schnellladestationen in Los Angeles, Dallas und San Francisco. Zudem wurde eine Vereinbarung mit EVgo für New York, Boston, San Francisco und Los Angeles geschlossen.
Uber Technologies Aktie Chart
Größe und Reichweite als Wettbewerbsvorteil
CEO Dara Khosrowshahi zeigte sich im jüngsten Earnings Call überzeugt: „Wir sind mehr denn je davon überzeugt, dass autonome Fahrzeuge eine Chance im Wert von mehreren Billionen Dollar für Uber erschließen werden.“ Josey teilt diese Einschätzung und verweist auf die Größe und Reichweite des Unternehmens als entscheidenden Vorteil gegenüber Wettbewerbern.
Der Analyst räumt ein, dass es berechtigte Bedenken hinsichtlich Wettbewerb und Preisgestaltung im Bereich autonomer Fahrzeuge gebe. Gleichzeitig gewinne Uber weiter Marktanteile, was als Brücke dienen könne, bis autonome Fahrzeuge einen Wendepunkt erreichten. Parallel zur AV-Strategie treibt Uber seine Expansion durch Übernahmen voran. Nach der Akquisition von Getir im Februar für 335 Millionen Dollar und der Parkplatz-App SpotHero folgt nun offenbar der deutsche Chauffeur-Dienst Blacklane für einen Betrag im oberen dreistelligen Millionenbereich.
Josey bekräftigt seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 110 Dollar, was vom Schlusskurs am Montag aus ein Potenzial von 47 Prozent bedeuten würde. Anleger könnten die aktuelle Kursschwäche nutzen, sofern sie an die langfristige Vision des Unternehmens glauben. Die kommenden Jahre dürften zeigen, inwieweit Uber seine ambitionierten Ziele im Bereich autonomer Mobilität tatsächlich umsetzen kann.
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