Uber baut sein Sicherheitsangebot aus — und der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Mit dem Start der neuen Audioaufnahme-Funktion sendet der Fahrdienstvermittler ein klares Signal an eine Nutzerschaft, die Schutz im Fahrzeug zunehmend einfordert.
Fahrt aufnehmen, Kontrolle behalten
Die Funktion erlaubt Fahrgästen, während einer Fahrt Tonaufnahmen zu erstellen. Das Besondere: Das Konzept setzt konsequent auf Freiwilligkeit. Fahrgäste müssen aktiv per Opt-in zustimmen und die Aufnahme manuell starten. Fahrer werden vorab informiert und können die Fahrt ablehnen. Die Aufnahmen landen verschlüsselt auf dem Smartphone des Nutzers — weder Uber noch der Fahrgast selbst kann die Datei einfach abspielen oder weiterleiten. Nur wenn ein Sicherheitsbericht eingereicht wird, entschlüsselt Uber das Material. Andernfalls löscht sich die Datei nach 14 Tagen automatisch.
Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber, betonte, die Funktion gebe Fahrgästen volle Kontrolle und helfe gleichzeitig bei der Aufklärung nach sicherheitsrelevanten Vorfällen. Der Rollout erfolgt schrittweise bundesweit.
Autonomes Fahren als Kurstreiber
Abseits des Sicherheitsthemas richtet sich der Blick der Analysten auf Ubers Positionierung im autonomen Fahren. Citizens hält an einem Kursziel von 100 Dollar und einem „Market Outperform“-Rating fest. Das Analysehaus erwartet, dass Waymos neue Fahrzeugplattform — die einfacher zu produzieren ist als der Vorgänger — eine Flottenexpansion in bestehenden und neuen Städten ermöglicht. Entscheidend für die Uber-These: Nicht nur Waymo, sondern mehrere weitere autonome Fahrzeugpartner sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 kommerziell starten. Citizens sieht autonome Fahrzeuge als Marktvergrößerer, nicht als Bedrohung für Ubers Kerngeschäft.
Rückenwind kommt auch von der Ratingseite. S&P Global stufte Uber zuletzt auf „BBB+“ hoch — begründet mit starkem freiem Cashflow von rund 8 Milliarden Dollar jährlich und einem Verschuldungsgrad deutlich unter dem Einfachen des EBITDA. DA Davidson und BTIG haben ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 107 beziehungsweise 100 Dollar bestätigt.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 70 Dollar — und damit deutlich unterhalb dessen, was mehrere Analystenhäuser als fairen Wert einschätzen. Die Lücke zwischen aktuellem Kurs und den Kurszielen der Analysten ist ungewöhnlich groß; ob der AV-Hochlauf im zweiten Halbjahr 2026 als Katalysator wirkt, wird die entscheidende Frage für den Rest des Jahres sein.
Uber-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Uber-Analyse vom 29. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Uber-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Uber-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
