Nachdem die TUI-Aktie in den letzten fünf Handelstagen mit einem Kursplus von fast zehn Prozent ordentlich Rückenwind verspürt hat, geht es am Freitagvormittag um über drei Prozent nach unten. Was drückt zum Wochenschluss auf den Aktienkurs des Touristikriesen?
Gewinnmitnahmen und Ölpreisstabilisierung
Es sind wohl zwei Gründe, die am letzten Handelstag der Woche für den Kursverlust der TUI-Aktie sorgen: Gewinnmitnahmen und die Stabilisierung des Ölpreises.
Reise- und Tourismusaktien – allen voran TUI – gehörten in der ersten Wochenhälfte zu den Überfliegern an der Börse. Grund dafür war die Ankündigung eines wegweisenden Abkommens im jüngsten Nahost-Konflikt. Die USA und der Iran einigten sich vorerst auf eine Einstellung der Kampfhandlungen und die Öffnung der Straße von Hormus. Da die TUI-Aktie im Vorfeld dieser Friedenshoffnung massiv heißgelaufen ist, ziehen kurzfristig orientierte Trader am Freitag ihr Geld vom Tisch.
Ein massiver Treiber der TUI-Rallye zu Beginn der Woche war der kollabierende Rohölpreis. Der Preis für die europäische Sorte Brent sackte auf knapp unter 80 US-Dollar ab und notierte damit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang März.
Doch am gestrigen Donnerstag stabilisierte sich der Ölpreis wieder knapp über der Marke von 80 Dollar. Da Kerosin einer der größten Kostenblöcke für den Reisekonzern und seine Fluggesellschaft ist, bedeutete der fallende Ölpreis eine direkte Margenentlastung. Die weitere Ölpeisentwicklung wird wesentlich von den nun beginnenden Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran abhängen.
Geopolitisch getrieben
Die TUI-Aktie dürfte auch in den kommenden Wochen und Monaten stark geopolitisch getrieben sein. Ein Scheitern eines dauerhaften Friedens im Nahen Osten könnten den Aktienkurs des Reiseriesen sofort wieder auf Talfahrt schicken.
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