TUI-Aktie: Was für eine Prognose!

Die Aktie von TUI kommt seit den Quartalszahlen nicht mehr voran. Jeffriees hatte die niedrige Prognose bestätigt, andere hingegen hohe Kursziele aufgerufen.

Auf einen Blick:
  • Die TUI-Aktie pendelt aktuell um die Marke von 7 Euro
  • Es ist zugleich die Prognose des Analysehauses Jefferies
  • Andere hatten nach Zahlen weitaus höhere Kursziele
  • JP Morgan sieht 12,20 Euro, ein Plus von fast 70 Prozent

Kurz vor den Quartalszahlen war die Aktie von TUI noch bis auf 7,83 Euro geklettert, seitdem allerdings ist bei den Papieren des Reisekonzerns irgendwie die Luft raus. Seit dem 12. August, dem Tag der Veröffentlichung, pendeln diese etwas uninspiriert um die Marke von 7 Euro. Zu Recht, glaubt man beim Analysehaus Jefferies, das die TUI-Aktie auf „Hold“ mit einem Kursziel von 7 Euro belassen hatte. Die Mehrheit der Beobachter hingegen ist völlig anderer Meinung – sie sehen den Titel mittelfristig weitaus höher. Eine Prognose sticht dabei hervor.

JP Morgan sieht TUI bei 12,20 Euro

So hatte etwa die Deutsche Bank die Aktie von TUI nach Zahlen auf „Buy“ mit einem Kursziel von 10,50 Euro belassen. Das Ergebnis hätte die Erwartungen verfehlt, die Prognosen habe der Reiseveranstalter aber bestätigt, schrieb Andre Juillard. Das vergangene Quartal sei von geopolitischen Ereignissen schwer gezeichnet worden. Dennoch hält der Analyst einen Kurszuwachs von rund 45 Prozent für realistisch.

  • Noch optimistischer zeigte sich Die US-Bank JPMorgan: Sie hatte die Prognose für TUI nach den vorgelegten Zahlen zwar von 12,50 auf 12,20 Euro gesenkt
  • Die Einstufung wurde angesichts eines erwarteten Kursaufschlags von knapp 70 Prozent freilich auf „Overweight“ belassen

Analyst Karan Puri ließ in seiner Studie seine Schätzungen für den Umsatz und das operative Ergebnis des Reiseveranstalters weitgehend unverändert. Wegen der höheren Nettoverschuldung senkte er jedoch leicht das Kursziel.

UBS bei TUI etwas vorsichtiger

Und selbst die vorsichtige UBS hatte die Einstufung für TUI nach Zahlen zwar auf „Neutral“ belassen. Die Begründung: Umsatz und operatives Ergebnis (Ebit) des Touristikkonzerns seien etwas schwächer als vom Markt erwartet ausgefallen, schrieb Cristian Nedelcu nach dem Quartalsbericht. Der Free Cashflow liege zudem „klar unter der Konsensschätzung“. Das bestätigte Kursziel von 9,60 Euro allerdings lässt bei der Aktie dennoch mehr als 30 Prozent Luft nach oben.

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