Liebe Leserin, lieber Leser,
von ihrem Höchststand bei einem Kurs von 9,56 Euro aus dem Februar ist die Aktie von TUI aktuell noch weit entfernt. Unter Schwankungen aber haben sich die Papiere des Touristikkonzerns jedoch seit Tagen wieder bei immerhin gut 7 Euro etabliert. Nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran, war die TUI-Aktie einst deutlich unter diese Marke gerutscht. Dass die Anleger wieder mit mehr Zuversicht auf den Titel schauen, hat wohl mit gleich mehreren guten Nachrichten zu tun.
TUI Cruises nutzte offene Passage
Die bedeutendste: Nach wochenlangem Warten haben am Samstag drei Kreuzfahrtschiffe die Straße von Hormus passiert, darunter laut des Nachrichtenmagazins Der Spiegel die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises sowie die „MSC Euribia“ der Schweizer Gesellschaft MSC. Die Schiffe waren aufgrund des Irankriegs im Persischen Golf gestrandet – in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Als Iran die Meerenge von Freitag bis Samstag kurzzeitig geöffnet hatte, gelang den Schiffen schließlich die Durchfahrt.
Die Schiffe seien im Konvoi durch die Meerenge vor Iran gefahren, wird ein MSC-Sprecher von der Nachrichtenagentur dpa zitiert. „Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden“, so der Sprecher. Die Passagiere aller Schiffe waren zuvor evakuiert worden, lediglich Teile der Schiffscrews waren an Bord verblieben.
- Dazu, wie die Durchfahrt ablief, wollte sich TUI gegenüber dem Spiegel mit Verweis auf die Sicherheit der Schiffe nicht äußern
- Man wolle nun nach vorn blicken und nicht zurück, hieß es – und genau das setzt der Reisekonzern nun offenbar um
Zwei Kreuzfahrten können nun doch stattfinden
Denn laut übereinstimmender Berichte wird TUI Cruises zwei zunächst abgesagte Reisen der beiden Schiffe doch durchführen können. Da die zuvor festliegenden Schiffe nun verlegt werden, könnten die ursprünglich gestrichenen Reisen der „Mein Schiff 4“ ab Triest in Italien ab dem 17. Mai sowie der „Mein Schiff 5″ ab Heraklion in Griechenland ab dem 15. Mai nun wie geplant stattfinden, wie unter anderem euronews.de vermeldet.
Ob die Passagiere die reaktivierte Buchung durch TUI annehmen oder den Reisepreis zurückverlangen, dürfte betroffenen Reisenden in dem Fall offen stehen, schreibt dazu die Freie Presse. „Wenn ein Reiseveranstalter eine Reise bereits abgesagt hat und anschließend dem Kunden mitteilt, dass die Reise nun doch stattfinden wird, muss der Kunde die Reise nicht antreten“, laute die Einschätzung des Reiserechtlers Kay Rodegra. Mit der vorherigen Absage der Reise sei der Reiseveranstalter vom Reisevertrag zurückgetreten.
TUI-Chef sieht kein Risiko für Flugausfälle
Somit gibt es für TUI in diesem Zusammenhang also nur vorübergehende Entlastung. Das gilt offenbar auch für die weiteren Folgen des Irankriegs: Im Moment befürchte der Reisekonzern selbst keinen Kerosinmangel, wie unter anderem der NDR meldet. Die Situation in Deutschland sei „relativ komfortabel“, versicherte TUI-Vorstandschef Sebastian Ebel gegenüber dem Nachrichtensender Welt.
- Sein Unternehmen habe beim Kerosineinkauf gut vorgesorgt und feste Ölverträge vereinbart, so Ebel
- Dem TUI-Chef zufolge bestehe somit auch kein Risiko für Flugausfälle in den Sommerferien
Verbände warnen vor möglichem Kerosinmangel
Im Gegensatz dazu haben laut des Beitrags einige Experten, darunter auch die Internationale Energieagentur, zuletzt „gewarnt, dass das Kerosin knapp werden könnte“. Auch der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mahne, auf lange Sicht könne es beim Flugzeugbenzin zu Engpässen kommen. „Der Verband fordert die Bundesregierung daher zum Handeln auf“, heißt es. Demnach erarbeitet die EU derzeit einen Notfallplan.
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