TUI baut sein Hotelportfolio kräftig aus. Sieben neue Häuser in Europa, Asien und der Karibik sind in den letzten Monaten eröffnet. Die Aktie bleibt trotzdem tief im Minus gegenüber Jahresbeginn.
Am Freitag notiert das Papier bei 7,23 Euro, ein Plus von 0,36 Prozent zum Vortag. Auf Monatssicht steht ein Gewinn von 6,30 Prozent zu Buche. Seit Jahresanfang liegt der Kurs aber noch 19,05 Prozent im Minus.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 9,50 Euro aus dem Februar trennen die Aktie fast 24 Prozent. Zum Tief bei 6,11 Euro Ende April hat sie dagegen schon wieder 18,30 Prozent aufgeholt. Der RSI von 53,6 zeigt: Weder überkauft noch überverkauft, der Markt bewertet TUI gerade neutral.
Neue Hotels in drei Kontinenten
Die Liste der Neueröffnungen ist lang. Im Juni 2026 startete das TUI Blue Maviss in Belek an der türkischen Südküste, ein neu gebautes Resort mit 505 Zimmern. Ebenfalls im Juni öffnete das TUI Blue Yangtze Shanghai in einem historischen Gebäude nahe dem Volksplatz.
Im Mai kam das TUI Blue Yaramar hinzu, ein Adults-Only-Hotel direkt an der Strandpromenade von Fuengirola. Deutlich außergewöhnlicher: der Einstieg in Bhutan. Das TUI Blue Paro Taktsang ist das erste Haus der Marke in dem Land und verbindet traditionelle Architektur mit Wellness-Angeboten und regionaler Küche.
In der Karibik nahm im Juni das Royalton Vessence Barbados den Betrieb auf. TUI treibt zudem eine neue Marke voran: TUI Suneo soll 2026 in Kambodscha starten, mit dem Olympia Phnom Penh. Für 2027 plant der Konzern zwei weitere Suneo-Häuser in Malaysia, dazu Projekte in China und Europa.
Wachstumsstrategie soll Kurs stützen
COO Marco Ciomperlik sieht in der Portfolio-Erweiterung einen Beleg für die Stärke des integrierten Geschäftsmodells. TUI setzt dabei gezielt auf sogenannte „Experience-led Hospitality“ — Urlaubserlebnisse statt reiner Bettenkapazität. Das Bhutan-Projekt zeigt diesen Ansatz besonders deutlich.
Der Konzern positioniert sich damit in einem Reisemarkt, der sich weiter von den Pandemiejahren erholt. Ob die operative Expansion ausreicht, um das Kursniveau von vor einem Jahr zurückzuholen, bleibt offen. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 7,66 Euro — ein gutes Stück über dem aktuellen Kurs von 7,23 Euro. Erst ein nachhaltiger Sprung über diese Marke würde den mittelfristigen Abwärtstrend technisch brechen.
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