TUI-Aktie: Ist das schon die Stabilisierung?

Die TUI-Aktie hat seit Anfang Februar um 25 Prozent nachgegeben, sich aber diese Woche stabilisiert. Ist das Schlimmste für den Touristikkonzern nun überstanden?

Auf einen Blick:
  • Kurzfristige Entspannung im Nahen Osten
  • Schwache Buchungszahlen für Sommersaison
  • Sehr bullische Kursziele von Banken

TUI-Aktionäre werden die Monate Februar und März am liebsten aus ihren Kalendern streichen wollen. Seit Anfang Februar hat das Papier des weltgrößten Touristikkonzerns um über 25 Prozent nachgegeben. Doch seit Wochenbeginn hat sich der Kurs der TUI-Aktie stabilisiert. Ist das Schlimmste nun tatsächlich überstanden?

Mit Vorsicht zu genießen

Die Stabilisierung ist der Tatsache geschuldet, dass es im Iran-Krieg erstmals Zeichen der Entspannung gibt. US-Präsident Trump hat den angekündigten Großangriff auf die iranische Energieinfrastruktur verschoben und einen Friedensplan vorgelegt.

Eine Akzeptanz dieses Plans vonseiten der iranischen Führung ist eher unwahrscheinlich. Insofern ist die TUI-Aktie in geopolitischer Hinsicht noch mit allergrößter Vorsicht zu genießen. Ein Wiederaufflammen der Kämpfe könnte den Aktienkurs weiter in die Tiefe reißen.

Zudem zeigen die Buchungszahlen für das Sommergeschäft in diesem Jahr kein gutes Bild. Sie liegen rund zwei Prozent unter dem Wert des Vorjahres, was Anleger vorsichtig stimmte.

Bullische Kursziele mit Risiko

Die Mehrheit der Bankanalysten ist sehr bullisch in Bezug auf die TUI-Aktie eingestellt. Die Kursziele liegen mehrheitlich in einer Bandbreite zwischen acht und elf Euro, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau bedeutet.

Die TUI-Aktie ist derzeit eine Wette auf ein baldiges Ende des Iran-Konflikts. Eine weitere Eskalation im Nahen Osten dürfte die Reiselust der Europäer dämpfen und sich vor allem über höhere Spritkosten für Flugzeuge und Schiffe in der G&V von TUI negativ bemerkbar machen.

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