Nach tagelangen Kursrückgängen findet die TUI-Aktie zur Wochenmitte bei ca. 6,20 Euro einen Boden und kann sich am Donnerstag mit einem Kursplus von ca. zwei Prozent leicht erholen. Ist das Schlimmste endlich überstanden für den Touristikkonzern?
Der Ölpreis belastet
Davon kann man nicht unbedingt ausgehen. Für den größten Belastungsfaktor, die Krise im Nahen Osten, zeichnet sich noch immer keine Lösung ab. Zwar ist der Iran-Krieg nicht weiter eskaliert, aber der Ölpreis hält sich nach wie vor deutlich über 100 US-Dollar je Barrel (Sorte Brent).
Ein derart hoher Ölpreis stellt eine massive Belastung für die Flugzeug- und Schiffsflotte von TUI dar. Der Reisekonzern wird in den kommenden Monaten seine Preise für Flug- und Schiffsreisen deutlich anheben müssen. Welche Konsequenzen das für die Auslastung hat, wird sich erst zeigen.
Am 13. Mai wird es spannend. Dann wird TUI die offiziellen Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Analysten erwarten ein EBIT zwischen 5 und 25 Millionen Euro – die hohe Spanne zeigt die aktuelle Unsicherheit am Markt.
Und die Buchungslage verschlechtert sich
Zuletzt gab es schlechten Nachrichten von der Buchungslage. Während die Nachfrage nach Zielen innerhalb Europas (Spanien, Griechenland) stabil bleibt, gibt es eine spürbare Zurückhaltung bei Reisen in die Türkei, nach Ägypten und Zypern aufgrund der politischen Lage in der Nachbarregion.
Operativ läuft das Geschäft in Europa gut an, aber die geopolitischen Krisenherde belasten die Bilanz und verunsichern die Anleger. Das Update am 13. Mai wird entscheidend dafür sein, ob sich der Kurs der TUI-Aktie dauerhaft stabilisieren kann.
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