TUI bereitet sich auf den 12. August vor. An diesem Tag veröffentlicht der Reisekonzern seine Bilanz für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate. Investoren blicken nervös auf den Termin, denn die wichtige Sommersaison verläuft bisher alles andere als reibungslos.
Geopolitik bremst Reiselust
Der anhaltende Iran-Konflikt zwingt TUI zum Umplanen. Destinationen im östlichen Mittelmeer leiden unter der Unsicherheit der Urlauber. Parallel dazu weichen Reisende massiv auf Ziele in Spanien und Griechenland aus.
Der Konzern reagiert mit kurzfristigen Kapazitätsumschichtungen und neuen Routen für die Kreuzfahrtflotte. Dieser logistische Aufwand drückt auf die Marge. Bereits im April senkte der Vorstand das Ziel für das bereinigte operative Ergebnis auf eine Spanne von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro.
Krasser Gegensatz in den Sparten
Operativ zeigt sich derzeit ein zweigeteiltes Bild. Während die Kreuzfahrtsparte eine robuste Nachfrage meldet, kämpft der Flugbereich in einigen Märkten mit Buchungslücken. Das belastet den Aktienkurs sichtlich.
Das Papier notiert bei 6,81 Euro und damit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie fast 24 Prozent an Wert. Die Analysten der Investmentbank Barclays halten dennoch an ihrem optimistischen Kursziel von 10,00 Euro fest.
Die Experten setzen auf die Absicherung der Treibstoffpreise. TUI hat bereits über 80 Prozent des Kerosinbedarfs für diesen Sommer festgeschrieben. Ob dieser Kostenschutz für eine Wende reicht, entscheidet nun das Last-Minute-Geschäft im August.
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