TUI-Aktie: Noch lange kein Ende!

TUI-Aktie legt zu, während der Konzern sein Provisionsmodell für Reisebüros um ein Jahr verlängert und so Planungssicherheit schafft.

Auf einen Blick:
  • Aktienkurs steigt um 1,4 Prozent
  • Provisionsmodell für Reisebüros verlängert
  • Stabile Vergütung bis zu 12,5 Prozent
  • Fokus auf stationären Vertrieb beibehalten

Die TUI-Aktie legte am späten Donnerstagvormittag um 1,4 % auf rund 7,4 Euro zu. Das 1-Monats-Plus vergrößerte sich somit auf +13,1 % (Stand: 18.06.2026, 11:45 Uhr). Hintergrund der jüngsten Kurssteigerungen dürften auch die Fortschritte bei der Beendigung des Iran-Konflikts sein. Der Krieg hatte den Reisesektor an der Börse unter Druck gesetzt.

TUI-Aktie: Reisekonzern hält an Vergütungsmodell für Vertriebspartner fest

Derweil hat TUI eine wichtige finanzielle Entscheidung getroffen. So wird der Touristikriese auch im Geschäftsjahr 2026/27 auf stabile Vergütungen für seine Vertriebspartner setzen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird das bestehende Provisionsmodell für Reisebüros um ein weiteres Jahr verlängert. Damit erhalten die Partner frühzeitig Klarheit über ihre Konditionen und können ihre Geschäftsplanung fortsetzen.

Nach Angaben von TUI bleibt die Grundstruktur des Vergütungssystems unverändert. Reisebüros bekommen bei einem Jahresumsatz mit TUI-Produkten von bis zu 80.000 Euro 7,5 % Provision. Ab 80.000 Euro sind es dann 10 % – bis maximal 12,5 % bei 1,5 Millionen Euro. TUI hatte das Vergütungsmodell im letzten Jahr neustrukturiert und vereinfacht.

TUI Deutschland-Chef Benjamin Jacobi betonte, dass Reisebüros ein wichtiger Bestandteil des Vertriebsmodells seien. Die frühzeitige Verlängerung solle den Partnern Sicherheit geben und zugleich die erfolgreiche Zusammenarbeit stärken.

TUI-Aktie: Klassische Reisebüros bleiben relevant

Für TUI bleibt der stationäre Vertrieb trotz zunehmender Online-Buchungen von großer Bedeutung. Viele Kunden lassen sich insbesondere bei Fernreisen, Kreuzfahrten oder komplexeren Urlaubsangeboten weiterhin persönlich beraten. Durch die Verlängerung des Modells will der Konzern seine Marktposition in diesem Vertriebsweg absichern und die Bindung zu den Reisebüros stärken.

Für Investoren zeigt die Entscheidung, dass TUI auf Kontinuität im Vertrieb setzt. Eine enge Zusammenarbeit mit Reisebüros kann helfen, die Auslastung von Hotels, Flugangeboten und Kreuzfahrten zu erhöhen. Das Provisionsmodell ist dabei ein zentrales Instrument, um Vertriebspartner langfristig an den Konzern zu binden und zusätzliche Buchungen zu fördern.

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