TUI-Aktie: Es hätte schlimmer kommen können!

Der Tourismuskonzern TUI senkt seine Gewinnprognose für 2026 und setzt die Umsatzerwartung aus. Grund sind die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Buchungen und Operationen.

Auf einen Blick:
  • Gewinnprognose für 2026 deutlich reduziert
  • Umsatzerwartung vorläufig komplett ausgesetzt
  • Sommerbuchungen um 7 Prozent rückläufig
  • Kriegsfolgen belasten mit 40 Millionen Euro

Für die TUI-Aktie ist 2026 bisher unterm Strich ein Trauerspiel. Nachdem sich der Touristik-Titel zu Jahresbeginn auf dem ohnehin eher niedrigen Niveau behaupten konnte, ging es infolge des Iran-Kriegs deutlich nach unten. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf etwa 24 % (Stand: 23.04.2026, 9:00 Uhr).

TUI-Aktie: Management kappt Ergebnisziel und setzt Umsatzprognose aus

Nun musste das Management seine Ziele für das Gesamtjahr wegen des Konflikts in Nahost reduzieren. So soll sich das bereinigte EBIT im laufenden Jahr zwischen 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro einpendeln. Ursprünglich hatte der Vorstand beim Betriebsergebnis ein Wachstum von 7 bis 10 % im Vergleich zum Vorjahreswert (1,4 Mrd.) prognostiziert. Die Umsatzprognose setzte der Konzern indes vorerst komplett aus.

Hintergrund sind die Turbulenzen auf dem Energiemarkt, aber auch die direkten Risiken für die Luftfahrt. So zeigen sich die Kunden laut TUI zurückhaltend bei den kurzfristigen Buchungen. Die für Sommer gebuchten Umsätze sind nach Konzernangaben um 7 % gegenüber dem Vorjahreswert rückläufig. Vor allem Reisen in den östlichen Mittelmeerraum sind derzeit weniger gefragt. Immerhin: Der Konzern sieht zumindest anteilig eine Verlagerung in die westliche Mittelmeerregion.

TUI-Aktie: Iran-Krieg belastet

Die Belastungen durch den Krieg beliefen sich im März auf etwa 40 Millionen Euro. So musste der Touristikriese auch teure Rückholaktionen für seine Kunden starten. Insgesamt brachte TUI im März rund 10.000 Gäste und 1.500 Crewmitglieder aus der Region in Sicherheit.

Die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ konnten vor wenigen Tagen den Persischen Golf nach wochenlangem Warten verlassen, auch wenn die Iranischen Revolutionsgarden offenbar wüste Drohungen gegen die Schiffe aussprachen. Die Kreuzfahrtdampfer sollen nun ab Mai ihre Sommersaison-Routen im Mittelmeer aufnehmen.

„Trotz des volatilen geopolitischen Umfelds ist TUI weiterhin gut positioniert. Die starke Finanzposition und die robuste Bilanz des Konzerns schaffen die erforderliche Flexibilität, um auf das aktuelle Marktumfeld reagieren zu können und die strategische Transformation fortzusetzen“, heißt es vom Konzern.

TUI-Aktie: Q2-Zahlen am 13. Mai

Das Management will am 13. Mai die vollständigen Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vorlegen. Dann dürfte es auch ein weiteres Update zu den Belastungen durch den Iran-Krieg geben.

Insgesamt sind die negativen Effekte für den Konzern durchaus eine bittere Pille. Angesichts der massiven militärischen Eskalation in Nahost hätte es meiner Meinung nach aber auch noch wesentlich schlimmer kommen können.

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