TUI Aktie: Auch die Norwegenreise fällt ins Wasser

Symbolbild, KI-generiert

Nach der Kollision benötigt die Reparatur mehr Zeit; die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs ist weiterhin für den 28. November vorgesehen.

Auf einen Blick:
  • Norwegenkreuzfahrt im November fällt aus
  • Werftarbeiten dauern länger als vorgesehen
  • Rückkehr zum Fahrplan ab 28. November geplant
  • TUI-Aktie in Value-Trap-Debatte genannt

Ein Windstoß, zwei Containerschiffe, ein Schaden in siebenstelliger Höhe: Die Kollision der „Mein Schiff 3“ in Bremerhaven zieht weitere Kreise. TUI Cruises streicht nun auch die nächste Reise des Schiffes und verlängert damit den Ausfall.

Reparatur dauert länger als geplant

Die für den 14. bis 28. November vorgesehene Norwegenreise findet nicht statt. Bei der Begutachtung in der Lloyd Werft hat sich nach Angaben der Reederei gezeigt, dass die Arbeiten mehr Zeit beanspruchen.

Das Schiff war am vergangenen Sonntag dort eingetroffen. Die Sicherheit von Gästen und Besatzung habe „jederzeit höchste Priorität“, betont das Unternehmen. Alle notwendigen Arbeiten sollen sorgfältig abgeschlossen sein, bevor der Reisebetrieb wieder startet.

Zur Erinnerung: Das nahezu voll besetzte Schiff war am 25. Oktober beim Auslaufen mit zwei Containerschiffen zusammengestoßen. Nach Erkenntnissen der Polizei erfasste eine Böe den Ozeanriesen und trieb ihn auf die am Terminal Stromkaje festgemachten Frachter zu. Eine mehrwöchige Reise Richtung Kanaren war bereits zuvor abgesagt worden.

Wiederaufnahme für Ende November angepeilt

Der Fahrplan sieht weiterhin vor, dass die reparierte „Mein Schiff 3“ ab dem 28. November wieder regulär fährt. Dann steht eine Kreuzfahrt von Bremerhaven nach Oslo und Kiel auf dem Programm. Gäste und Vertriebspartner will die Reederei so früh wie möglich informieren, falls sich an diesem Termin etwas ändert.

Finanziell fällt der Vorfall im Konzernmaßstab wohl begrenzt ins Gewicht. Konkrete Angaben zu Ausfallkosten oder möglichen Versicherungsleistungen liegen nicht vor. Spürbar ist vor allem der Imageeffekt: Kurzfristige Absagen belasten die Planung von Kunden und Vertrieb.

Value-Trap-Debatte begleitet die Aktie

Parallel dazu wird die TUI-Aktie in der Anlegerdiskussion als Beispiel für eine mögliche Value Trap genannt. Das Argument: Ein stark gefallener Kurs mache ein Papier nicht automatisch günstig, oft spiegle er schlicht einen gesunkenen Wert wider. Der Tourismuskonzern steht dabei neben dem Maschinenbauer Dürr.

Ob der Kursrückgang bei TUI berechtigt war, bleibt eine Frage der Bewertung. Der nächste konkrete Prüfstein ist der 28. November: Läuft die „Mein Schiff 3“ dann wie geplant nach Oslo und Kiel aus, wäre der Ausfall auf die beiden abgesagten Reisen begrenzt.

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