Es ist eine Horrorwoche für die TUI-Aktie. Seit Wochenbeginn summieren sich die Kursverluste des Touristikkonzerns auf fast 15 Prozent. Zum Wochenschluss fällt die Aktie unter ihr 6-Monatstief. Warum wollen Anleger plötzlich von Bord?
Den Schock noch nicht verdaut
Offenbar hat die Börse den Prognoseschock des TUI-Managements immer noch nicht vollständig verdaut. TUI hat seine Erwartungen für das bereinigte EBIT im Geschäftsjahr 2026 deutlich nach unten korrigiert. Statt des ursprünglich geplanten Gewinnwachstums von sieben bis zehn Prozent rechnet der Konzern nun nur noch mit einem absoluten Wert zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag das EBIT bei knapp über 1,4 Milliarden Euro.
Aufgrund der massiven Unsicherheiten hat das Management die bisherige Umsatzprognose vorübergehend komplett gestrichen. Zuvor ging der Reiseriese noch von einem leichten Wachstum zwischen zwei und vier Prozent aus.
Die geopolitische Lage im Nahen Osten belastet TUI dreifach. Allein im zweiten Quartal fielen rund 40 Millionen Euro an direkten Kosten durch den Konflikt an (z. B. Umroutungen und Stornierungen). Die durch den Konflikt gestiegenen Ölpreise verteuern den Flugbetrieb massiv.
Die wohl schlimmste Nebenwirkung des Iran-Krieges ist jedoch, dass TUI inzwischen einen spürbaren Rückgang der Nachfrage für Ziele im östlichen Mittelmeer (Türkei, Ägypten, Zypern) spürt. Reisende weichen zwar teilweise auf das westliche Mittelmeer aus, können die Lücke aber nicht voll schließen.
Kurszielsenkungen
Zusätzlich verstärkt wird der Verkaufsdruck durch Kurszielsenkungen von Banken. ODDO BHF senkte den fairen Wert von 12,80 auf 11,20 Euro und Morgan Stanley von 11,50 auf 10,50 Euro. Beide Kursziele liegen deutlich über dem aktuellen Kurs, aber die Tendenz scheint Anleger zu verschrecken.
TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:
Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
