TUI Airline: 17 Millionen Sitzplätze für Sommer 2027

Symbolbild, KI-generiert

Das Sommerprogramm 2027 umfasst 17 Millionen Sitzplätze; TUI hat zudem die EBIT-Prognose für 2026 auf 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro eingegrenzt.

Auf einen Blick:
  • 17 Millionen Plätze im Sommerprogramm 2027
  • 25 neue Routen und elf zusätzliche Ziele geplant
  • EBIT-Ausblick 2026 auf 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro eingegrenzt
  • Barclays senkt Kursziel, bestätigt Overweight

Der Reisekonzern TUI richtet den Blick bereits auf das übernächste Reisejahr. Die Konzerntochter TUI Airline stellte ihr Flugprogramm für den Sommer 2027 vor, das insgesamt 17 Millionen Sitzplätze und 84.000 Flüge vorsieht. Geplant sind 25 neue Strecken und elf zusätzliche Ziele im Streckennetz. Insgesamt erweitert die Fluggesellschaft ihr Angebot damit um rund 640.000 Sitzplätze.

Strategische Planung und Wechsel an der Aufsichtsratsspitze

Die Netzerweiterung im Flugbetrieb fügt sich in die längerfristigen Weichenstellungen des Touristikkonzerns ein. Neben dem Ausbau eigener Flugverbindungen setzt das Unternehmen auf Partnerschaften in klassischen Urlaubsregionen, darunter eine bis 2030 vereinbarte Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Tourismusministerium.

Auch im Kontrollgremium steht eine planmäßige Veränderung bevor: Johan Lundgren wurde als Nachfolger von Dieter Zetsche für den Aufsichtsratsvorsitz nominiert. Die Amtszeit von Zetsche endet mit der Hauptversammlung im Februar 2027.

Vorstandskäufe und eingegrenzte Jahresziele

Vorstandsvorsitzender Sebastian Ebel erwarb am 22. September TUI-Aktien für 32.650,00 Euro zu einem Kurs von 6,53 Euro je Anteilsschein. Am selben Tag tätigte auch Vorständin Sybille Reiß einen Zukauf über die Handelsplattform Xetra und kaufte Papiere für 12.800,00 Euro zu 6,40 Euro je Aktie.

Vor rund zwei Wochen grenzte TUI zudem die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026 ein. Das bereinigte EBIT erwartet das Management nun in einer Spanne von 1,2 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro zu konstanten Wechselkursen, nachdem zuvor 1,1 Milliarden bis 1,4 Milliarden Euro avisiert worden waren.

Als Treiber verwies das Unternehmen auf eine starke Nachfrage im vierten Quartal bei Urlaubserlebnissen sowie auf ein verbessertes Buchungstempo im Segment Märkte und Airline. Die Umsatzprognose bleibt weiterhin ausgesetzt.

Analysteneinschätzung und Ausblick

Am Freitag passte Barclays seine Bewertung an. Analyst Andrew Lobbenberg kürzte zwar seine Schätzungen und senkte das Kursziel von 9,75 auf 8,75 Euro, bestätigte die Einstufung der Aktie jedoch mit „Overweight“. Grund für den anhaltenden Optimismus sei eine größere Preisdisziplin im operativen Geschäft.

An der Börse verliert die TUI-Aktie heute 1,8 Prozent und steht bei 6,75 Euro. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf 3,50 Milliarden Euro. Den detaillierten Geschäftsbericht für 2026 sowie die begleitende Analysten- und Investorenkonferenz plant der Konzern am 9. Dezember.

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