58 Prozent Gewinnwachstum. 572,5 Milliarden Taiwanische Dollar Nettogewinn, umgerechnet gut 18 Milliarden US-Dollar. Und das in einem Quartal, in dem der Nahost-Konflikt die Energiemärkte durcheinanderwirbelte, Helium knapp wurde und die TSMC-Aktie in Taipeh erst nach oben schoss, dann wieder abstürzte und schließlich auf ein neues Rekordhoch kletterte. Der Weltmarktführer für Auftragsfertigung von Chips hat im ersten Quartal 2026 schlicht alles weggewischt, was Analysten für möglich hielten. Der LSEG-Konsens lag bei 543,3 Milliarden Taiwanischen Dollar. TSMC lieferte mehr.
KI fragt nach, TSMC liefert
Der Grund ist so simpel wie lukrativ: Die Nachfrage nach KI-Chips läuft auf Hochtouren. Nvidia, Apple, alle wollen Kapazitäten bei TSMC, und TSMC hat sie. Der Umsatz stieg um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,13 Billionen Taiwanische Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet TSMC-Chairman ein Umsatzwachstum von etwa 30 Prozent. Das ist kein vorsichtiger Ausblick, das ist Selbstbewusstsein.
Dabei war der Weg durch das erste Quartal alles andere als geradlinig. Die Aktie legte in den ersten zwei Monaten mehr als 25 Prozent zu, getrieben vom milliardenschweren Investitionsplan, den das Unternehmen im Januar vorgestellt hatte. Dann brach der Nahost-Konflikt aus, und die Hälfte der Gewinne war weg. Inzwischen hat sich die Aktie erholt und schloss auf einem neuen Rekordhoch, weil die Aussicht auf einen US-Iran-Friedensdeal und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz die Technologiewerte beflügelte.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Aktie Chart
Helium, Energie, und ein Vizepräsident, der warnt
Doch die eigentliche Geschichte steckt nicht in den Gewinnen, sondern in dem, was sie gefährden könnte. Störungen in Katar haben rund ein Drittel des weltweiten Heliumangebots wegbrechen lassen. Helium ist ein Nebenprodukt der Erdgasförderung und wird als Kühlmittel in der Hochleistungschipproduktion gebraucht. Ohne Helium, kein Chip. So einfach ist das.
TSMC-Vizepräsident Cliff Hou rief Taiwan vergangene Woche dazu auf, strategische Reserven aufzubauen und die Beschaffungskanäle für Helium und Erdgas zu diversifizieren. Das ist keine Routineerklärung, das ist ein Alarmsignal. Taiwan bezieht seinen Strom zu einem erheblichen Teil aus importierten Brennstoffen, und die Chipproduktion ist energieintensiv. Steigen die Energiepreise dauerhaft, steigen die Kosten, und irgendwann leidet die Nachfrage. Dann könnte die schöne Geschichte, die TSMC im letzten Quartal schrieb, zu einem abrupten Ende kommen.
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