Berichte über eine mögliche zusätzliche Produktionsstätte in den USA haben die Aktie von TSMC am Freitag um 2,8 Prozent auf 420,00 Euro angetrieben. Laut der Nachrichtenagentur Reuters prüft der weltgrößte Auftragsfertiger eine Investition im US-Bundesstaat Texas, um seine Fertigungskapazitäten in den Vereinigten Staaten weiter zu vergrößern.
Dieses Vorhaben käme zu den bereits zugesagten $265 Milliarden für den Standort in Arizona hinzu. Die Pläne für das Engagement in Texas sind dem Bericht zufolge allerdings noch nicht finalisiert.
Mit dem jüngsten Kursanstieg rückt das Papier wieder dicht an seinen bisherigen Höchststand heran. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 422,00 Euro fehlen der Aktie lediglich 0,5 Prozent.
Hohe Kundennachfrage treibt Kapazitätsausbau
Neben den Überlegungen in Nordamerika verdichten sich auch am Heimatmarkt in Taiwan die Hinweise auf eine spürbare Beschleunigung der Fertigungspläne. Branchenkreisen zufolge könnte die monatliche Produktionskapazität für moderne 2-Nanometer-Chips bis zum Jahresende 2026 ein Volumen von rund 120.000 Wafern erreichen.
Frühere Schätzungen waren noch von 90.000 bis 100.000 Einheiten pro Monat ausgegangen. Ausschlaggebend für die höheren Ziele seien konkrete Kundenaufträge.
Gleichzeitig baut der Konzern offenbar auch seine Kapazitäten im Bereich hochentwickelter Gehäusetechnologien aus. Medienberichten zufolge strebt das Unternehmen den Bau von fünf weiteren Fabriken für Advanced Packaging im Chiayi Science Park an.
Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, würde die Gesamtzahl der dort geplanten Werke auf zehn steigen. Diese Spezialverfahren gewinnen durch den weltweiten Bedarf an Hochleistungsrechnern und Beschleunigern zunehmend an strategischer Bedeutung.
Analysten heben Kursziel vor den Quartalszahlen an
Die Marktteilnehmer honorieren die anhaltende Dynamik im operativen Geschäft. Am 30. September passte die US-Bank JPMorgan ihre Bewertung an: Das Institut beließ TSMC auf „Overweight“ und erhöhte das Kursziel von NT$3.200 auf NT$3.300.
Gewissheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf im abgelaufenen Jahresviertel erhalten Anleger in Kürze. Am 15. Oktober legt der Halbleiterkonzern seine offiziellen Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor. Marktbeobachter dürften den Termin vor allem für weitere Details zur weltweiten Standortstrategie und zu den anstehenden Investitionsausgaben nutzen.
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