Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) will seine Produktion noch mehr diversifizieren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der Chipriese hat laut einer Mitteilung an die taiwanesische Regierung konkrete Pläne für sein zweites Werk in Kumamoto vorgelegt: Ab 2028 soll dort die Massenproduktion von 3-Nanometer-Chips anlaufen. Diese Technologie gehört zu den fortschrittlichsten Halbleiterprozessen und kommt in KI-Anwendungen, Hochleistungsrechnern und modernen Elektronikgeräten zum Einsatz.
Die geplante monatliche Kapazität liegt bei 15.000 Wafern mit einem Durchmesser von zwölf Zoll. Damit rückt Japan in eine neue Liga der Halbleiterfertigung vor. Bislang konzentrierte sich das Land auf weniger fortschrittliche Technologien. Die ursprünglichen Pläne für das zweite Werk sahen noch Prozesse zwischen 6 und 12 Nanometern vor.
Subventionen ermöglichen technologischen Sprung
Die Entscheidung für die 3nm-Technologie dürfte maßgeblich durch die umfangreichen Subventionen der japanischen Regierung ermöglicht worden sein. Die japanische Zeitung Yomiuri berichtete im Februar von Investitionen in Höhe von rund 17 Milliarden Dollar für das zweite Werk. TSMC selbst hat diese Zahl bislang nicht bestätigt und lehnte eine Stellungnahme zu den Investitionssummen ab.
CEO CC Wei hatte die Pläne bereits im Februar während eines Treffens mit Japans Premierministerin Sanae Takaichi angekündigt. Die taiwanesische Regierung genehmigte nun die Überarbeitung der ursprünglichen Pläne. Das erste Werk in Kumamoto nahm Ende 2024 die Produktion auf und fertigt mit weniger fortschrittlichen Prozessen zwischen 40 und 6/7 Nanometern.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Aktie Chart
Diversifizierung als strategische Notwendigkeit
Die Expansion nach Japan erscheint vor dem Hintergrund weltweiter Spannungen als logischer Schritt. TSMC beliefert Technologiegiganten wie Nvidia und Apple mit hochmodernen Chips. Eine zu starke Konzentration der Produktion in Taiwan birgt Risiken, die durch die wachsende Nachfrage nach KI-Chips zusätzlich an Bedeutung gewinnen.
TSMC gründete seine japanische Einheit Japan Advanced Semiconductor Manufacturing 2021 mit Unterstützung von Sony Semiconductor Solutions. Später stiegen auch Denso und Toyota als Minderheitsaktionäre ein. Diese Partnerschaften unterstreichen das strategische Interesse Japans an einer heimischen Produktion modernster Halbleiter.
Investoren dürften die Entwicklung mit Interesse verfolgen. Die Frage bleibt, wie schnell sich die hohen Investitionen amortisieren lassen und welche Auswirkungen die geografische Streuung auf die Margen des Unternehmens haben könnte. Die steigende Nachfrage nach KI-Chips spricht für das Projekt, doch die Komplexität solcher Großvorhaben lässt sich nicht unterschätzen.
Taiwan Semiconductor Manufacturing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Taiwan Semiconductor Manufacturing-Analyse vom 01. April liefert die Antwort:
Die neusten Taiwan Semiconductor Manufacturing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Taiwan Semiconductor Manufacturing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Taiwan Semiconductor Manufacturing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
