Taiwan Semiconductor ist in eine Liga vorgestoßen, die nur wenige Konzerne erreichen: eine Bewertung jenseits von 2 Billionen US-Dollar. Dahinter steckt nicht nur Euphorie, sondern eine Kombination aus Rekordzahlen, prall gefüllten Auftragsbüchern durch KI – und einem Investitionsprogramm, das es in sich hat. Doch wie solide ist dieses Fundament, wenn die Expansion weltweit gleichzeitig laufen soll?
Rekorde als Kurstreiber
Den Sprung über die 2-Billionen-Marke schaffte der Chipfertiger am 24. Februar. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Höhe, sondern das Tempo: Erst im Oktober 2024 hatte das Unternehmen die Schwelle von 1 Billion US-Dollar überschritten – in rund 16 Monaten hat sich der Börsenwert damit verdoppelt.
Die Rally bekommt Rückendeckung aus dem operativen Geschäft. Für 2025 meldete TSMC rund 122 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 31%. Besonders stark zog das Geschäft mit High-Performance-Computing an: Dieser Bereich stand für 58% der Erlöse und wuchs um 48%. Im vierten Quartal übertraf TSMC zudem die Erwartungen der Wall Street – und erreichte bei der Bruttomarge (62,3%) sowie der Nettomarge (48,3%) jeweils neue Rekordwerte.
KI-Nachfrage und Marktmacht
Der zentrale Treiber bleibt KI. TSMC hatte bereits 2024 in Aussicht gestellt, dass das KI-bezogene Geschäft bis 2029 mit rund 60% pro Jahr wachsen könne (CAGR). Zwar weist das Unternehmen KI-Umsätze nicht separat aus, aber die Marktanteile im Foundry-Geschäft sprechen eine klare Sprache: Laut TrendForce lag TSMC im dritten Quartal 2025 bei 71% Marktanteil – und baute den Abstand ausgerechnet gegenüber Samsung aus, dessen Anteil im Jahresvergleich auf 6,8% fiel.
Wie stark der Rückenwind aus den USA ist, zeigt auch die Kundenseite. Im Text werden unter anderem Deals und Ausbaupläne rund um Nvidia, Meta, AMD und Amazon genannt – Investitionssummen, die in der Summe deutlich über 300 Milliarden US-Dollar liegen und auf modernste Fertigungskapazitäten angewiesen sind. Rund 75% der TSMC-Umsätze kommen laut Artikel aus Nordamerika.
Milliarden für neue Fabriken – Chance und Risiko zugleich
Parallel läuft ein massiver Kapazitätsausbau. In Taiwan berichtet die Liberty Times (unter Berufung auf Quellen aus der Lieferkette), TSMC könnte perspektivisch auf bis zu zehn Fabs über verschiedene Science Parks hinweg kommen – inklusive Anlagen im Bau und geplanter Spatenstiche 2026. Im Fokus stehen modernste Fertigungsstufen (u.a. 2nm, A16, A14) sowie Advanced Packaging.
Besonders konkret wird es beim Fab-22-Komplex in Kaohsiung, dem Zentrum der 2nm-Produktion: Ein Werk startete bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 in die Massenfertigung, ein weiteres ist in der Testproduktion, und weitere Gebäude befinden sich im Bau. Alle fünf Fabs sollen laut Bericht bis zum vierten Quartal 2027 voll betriebsbereit sein.
International setzt TSMC ebenfalls auf Diversifizierung (USA, Japan, Taiwan, Europa). Das kostet: Für 2026 stellt das Unternehmen Investitionen von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar in Aussicht; 70% bis 80% davon sollen in fortschrittliche Prozesstechnologien fließen. Der Haken: Mehr parallele Großprojekte erhöhen das Ausführungsrisiko – gerade vor dem Hintergrund von Zöllen, Kosteninflation in Lieferketten und geopolitischen Spannungen.
Zusätzlichen Rückenwind liefert eine Meldung von dieser Woche: Das taiwanische Patentamt teilte am 26. Februar mit, TSMC habe 2025 zum zehnten Mal in Folge die meisten Erfindungspatente in Taiwan angemeldet – 1.485 Anträge. Das unterstreicht die technologische Eintrittsbarriere, die Konkurrenten erst einmal überwinden müssen.
Zum Kursbild: Heute steht die Aktie bei 314,00 € und damit leicht unter dem jüngsten Rekordniveau (52‑Wochen‑Hoch: 328,50 € am 25.02.2026).
Bis zum nächsten wichtigen Taktgeber dürfte vor allem zählen, ob TSMC seine Q1-Erwartung von rund 35 Milliarden US-Dollar Umsatz (mittig: +38%) bestätigt – und ob das Unternehmen trotz des weltweiten Fabrikausbaus die Rekordmargen verteidigen kann. Gleichzeitig bleibt das größte Risiko klar benannt: Sollte die KI-Nachfrage unerwartet abkühlen, würden die hohen Investitionen besonders schmerzhaft auf die Profitabilität durchschlagen.
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