TSMC pulverisiert die Erwartungen und setzt alles auf die KI-Karte. Trotz Rekordgewinnen schicken Anleger die Aktie erst einmal auf Talfahrt. Der Chip-Riese aus Taiwan geht nun in die Offensive und pumpt Milliardensummen in den Kapazitätsausbau.
Rekordergebnis durch KI-Boom
Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal 2026 auf umgerechnet rund 40 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 22 Milliarden US-Dollar hängen.
Die Nachfrage nach modernster Chip-Technologie treibt das Geschäft massiv an. Wafer mit Strukturbreiten von 7 Nanometern oder weniger machen inzwischen 77 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Besonders die 3-Nanometer-Fertigung steuerte mit 30 Prozent einen entscheidenden Teil bei.
Milliarden-Wette auf die Zukunft
Finanzvorstand Wendell Huang korrigiert die Investitionspläne deutlich nach oben. TSMC will im laufenden Jahr zwischen 60 und 64 Milliarden US-Dollar investieren. Bisher lag das Zielband bei maximal 56 Milliarden US-Dollar.
Konzernchef C.C. Wei sieht den KI-Boom erst am Anfang. Er erwartet eine anhaltend hohe Nachfrage bis mindestens 2030. Passend dazu hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf ein Plus von über 40 Prozent an.
Massive Expansion in den USA
Parallel dazu weitet TSMC sein Engagement in den Vereinigten Staaten aus. Weitere 100 Milliarden US-Dollar fließen in die Standorte in Arizona. Damit steigt das gesamte Investitionsversprechen in den USA auf 265 Milliarden US-Dollar.
Der Markt reagierte auf die Nachrichten dennoch skeptisch. Die Aktie verlor zeitweise fast vier Prozent und notiert bei 352 Euro. Damit liegt der Titel rund 16 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von Anfang Juli.
Das Management setzt konsequent auf Skalierung. Die massiven Ausgaben in Arizona markieren einen Wendepunkt für die globale Halbleiter-Produktion. Erweist sich der KI-Trend als so langlebig wie von C.C. Wei prognostiziert, festigt TSMC seine Monopolstellung bei High-End-Chips.
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