Vier Monate in Folge steigende Monatsumsätze, ein neuer Rekordwert im August und eine Auslastung, die kaum noch Luft nach oben lässt. TSMC liefert derzeit Zahlen, die selbst hartgesottene Chip-Beobachter aufhorchen lassen.
Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter meldete für August einen Umsatz von 514,8 Milliarden neuen Taiwan-Dollar. Das entspricht einem Plus von 53,3 Prozent im Jahresvergleich und einem Zuwachs von 10,1 Prozent gegenüber Juli.
Die Aktie selbst reagierte am Vortag der Zahlenveröffentlichung leicht negativ und schloss 0,61 Prozent tiefer — ein Kontrast, der zeigt, wie sehr der Markt starke Zahlen bei TSMC inzwischen als Normalzustand einpreist.
KI-Nachfrage treibt die Auslastung
Der Treiber hinter dem Wachstum bleibt derselbe wie in den vergangenen Quartalen: Chips für Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Im zweiten Quartal hatte TSMC bereits einen Gewinnsprung von mehr als 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr vermeldet und für das dritte Quartal einen Umsatz zwischen 44,6 und 45,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die fortschrittlichen Fertigungslinien mit 5-, 4- und 3-Nanometer-Technologie liefen im zweiten Quartal komplett ausgebucht.
Diese Auslastung spiegelt sich auch in der Marktposition wider. Mit einem Anteil von 72,5 Prozent am globalen Foundry-Markt hält TSMC eine Dominanz, die Konkurrenten wie Samsung Foundry mit 5,9 Prozent oder Chinas SMIC mit 5,4 Prozent weit hinter sich lässt.
Die zehn größten Auftragsfertiger kamen im zweiten Quartal zusammen auf einen Rekordumsatz von knapp 53,49 Milliarden Dollar — angetrieben vor allem durch Engpässe bei fortschrittlichen Prozessen für KI- und High-Performance-Computing-Chips.
Blick über den aktuellen Zyklus hinaus
Parallel zu den laufenden Geschäftszahlen arbeitet TSMC bereits an der nächsten Technologiegeneration. Zusammen mit dem niederländischen Anlagenbauer ASML kündigte das Unternehmen diese Woche eine Initiative an, um den Übergang zur nächsten Generation der Chipfertigung voranzutreiben.
Ab 2030 soll die sogenannte High-NA-Technologie von ASML in der Großserienfertigung fortschrittlicher Knoten zum Einsatz kommen — ein Schritt, der nötig wird, weil KI-Anwendungen zunehmend komplexere Transistorarchitekturen verlangen.
Vier aufeinanderfolgende Monate mit steigenden Umsätzen und eine für das dritte Quartal in Aussicht gestellte Umsatzspanne von bis zu 45,8 Milliarden Dollar zeichnen ein Bild ungebrochener Nachfrage. Ob sich das Wachstumstempo angesichts der bereits voll ausgelasteten Kapazitäten in den kommenden Monaten halten lässt, dürfte sich spätestens mit den nächsten Monatszahlen zeigen.
Taiwan Semiconductor Manufacturing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Taiwan Semiconductor Manufacturing-Analyse vom 10. September liefert die Antwort:
Die neusten Taiwan Semiconductor Manufacturing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Taiwan Semiconductor Manufacturing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Taiwan Semiconductor Manufacturing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
