TSMC Aktie: 4,69 Milliarden Dollar mit Sony vereinbart

TSMC gründet mit Sony ein Bildsensor-Joint-Venture in Japan und meldet dank KI-Nachfrage einen Rekordumsatz. Die Aktie legte seit Jahresbeginn deutlich zu.

Auf einen Blick:
  • Joint-Venture mit Sony in Japan
  • Rekordumsatz dank KI-Boom
  • Insiderkäufe von Führungskräften
  • Mögliche Übernahme von AU-Optronics-Werken

Halbleiterhersteller TSMC treibt seine globale Präsenz und technologische Diversifizierung mit hohem Tempo voran. Am vergangenen Dienstag unterzeichnete das Unternehmen eine endgültige Vereinbarung mit Sony zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für die Produktion modernster Bildsensoren in Japan.

Zeitgleich unterstreichen neue Absatzzahlen die ungebrochene Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Die Aktie des Konzerns verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 44 % und notierte am Freitag zum Handelsschluss bei 369,50 Euro.

Allianz mit Sony zur Produktion von Bildsensoren

Das neue Gemeinschaftsunternehmen wird unter dem Namen Advanced Vision Semiconductor Manufacturing Corp im japanischen Kumamoto agieren. Das Gesamtvolumen dieses strategischen Projekts beläuft sich auf 4,69 Milliarden US-Dollar. TSMC wird hierbei rund 282 Milliarden Yen (etwa 1,77 Milliarden US-Dollar) investieren und einen Anteil von 40 % halten, während Sony mit einer Einlage von 465 Milliarden Yen eine Mehrheitsbeteiligung von 60 % übernimmt.

Die Kooperation zielt auf die Entwicklung und Fertigung von Bildsensoren der nächsten Generation ab, wobei der Start der Volumenproduktion für das Jahr 2029 vorgesehen ist. Laut Reuters ist die Bereitstellung weiterer Mittel für dieses Vorhaben von staatlicher Unterstützung durch die japanische Regierung abhängig. Die Kapitalzuführungen sollen phasenweise erfolgen und sich an der jeweiligen Marktnachfrage orientieren.

Rekordumsatz durch anhaltenden KI-Boom

Die operative Stärke des taiwanischen Konzerns spiegelte sich am vergangenen Montag in den veröffentlichten Umsatzzahlen für Juli wider. Mit Erlösen in Höhe von 467,58 Milliarden NT$ (rund 14,5 Milliarden US-Dollar) erzielte TSMC einen neuen monatlichen Rekordwert.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Steigerung von 44,7 %. Dieser Wachstumsschub stützt sich maßgeblich auf den anhaltenden Bedarf an Hochleistungschips für KI-Anwendungen, die bereits im zweiten Quartal 2026 rund 66 % des Gesamtumsatzes ausmachten.

Parallel dazu bestätigte das Board of Directors am vergangenen Dienstag die Quartalsdividende von 7,0 NT$ je Aktie. Der Ex-Dividende-Tag für diese Ausschüttung wurde auf den 10. Dezember 2026 festgelegt, während die Auszahlung für den 7. Januar 2027 geplant ist.

In einem Rückblick auf das vor rund einem Monat abgeschlossene zweite Quartal meldete das Unternehmen zudem einen konsolidierten Umsatz von 1.270,38 Milliarden NT$, was einem Anstieg von 36,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Insiderkäufe und Ausbau der Kapazitäten

Neben den offiziellen Geschäftszahlen sorgen gezielte Insider-Transaktionen für Aufmerksamkeit am Markt. Medienberichten zufolge haben hochrangige Führungskräfte, darunter der CEO, der CFO sowie der COO, seit Anfang Juli Aktienkäufe im Gesamtwert von rund 800.000 US-Dollar getätigt.

Diese Käufe erfolgten nach einem zeitweisen Kursrückgang im Anschluss an die letzte Ergebnispräsentation. Derzeit notiert das Papier etwa 12 % unter seinem am 1. Juli 2026 erreichten 52-Wochen-Hoch.

Zudem halten sich am Markt Berichte über eine mögliche Akquisition von Produktionsanlagen des Herstellers AU Optronics in Taiwan für mehr als 30 Milliarden NT$.

Eine solche Kapazitätserweiterung würde Experten zufolge dazu dienen, die Engpässe bei fortgeschrittenen Gehäusetechnologien für KI-Chips weiter zu reduzieren. Dies korrespondiert mit der erst vor rund einem Monat angehobenen Prognose für die Investitionsausgaben, die für das Gesamtjahr 2026 nun zwischen 60 und 64 Milliarden US-Dollar liegen sollen.

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