TSMC Aktie: 15 Prozent Preisanstieg für 3nm-Wafer

TSMC meldet für Mai einen Rekordumsatz und kündigt Preiserhöhungen für moderne Chips an. Der KI-Boom treibt die Nachfrage an.

Auf einen Blick:
  • Rekordumsatz von 416,98 Milliarden NT-Dollar
  • Preiserhöhungen für 3nm-Wafer geplant
  • KI-Boom treibt Auslastung an Grenze
  • Neue Werke in USA, Deutschland und Japan

Der größte Chip-Auftragsfertiger der Welt zieht die Preise an. TSMC hat im Mai wieder Rekordumsätze erzielt. Gleichzeitig kündigt das Management schrittweise Preissteigerungen für die kommenden Monate an – insbesondere bei den modernsten Fertigungsprozessen.

KI-Boom befeuert Rekordzahlen

TSMC erzielte im Mai einen Umsatz von umgerechnet rund 416,98 Milliarden NT-Dollar. Das sind 30,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten fünf Monaten 2026 summiert sich der kumulierte Erlös auf 1,96 Billionen NT-Dollar – ebenfalls ein Plus von 30 Prozent.

Das Management sieht im KI-Boom keinen kurzlebigen Hype. Die Nachfrage nach Hochleistungschips für Künstliche Intelligenz treibe die Auslastung der modernsten Fertigungslinien – 3nm und 5nm – bis Jahresende an die Kapazitätsgrenze.

Höhere Preise für Nvidia & Co.

Auf der Hauptversammlung Anfang Juni bekräftigte CEO C.C. Wei den Wunsch nach höheren Preisen. CFO Wendell Huang ergänzte, die Inflation treibe die Herstellungskosten nach oben.

Branchenkreisen zufolge plant TSMC für die zweite Jahreshälfte 2026 eine Preiserhöhung von bis zu 15 Prozent für 3nm-Wafer. Für 2027 könnten weitere fünf bis zehn Prozent dazukommen. Das trifft vor allem Großkunden wie Nvidia, AMD und andere Server- und Grafikchip-Hersteller.

Der Aktienkurs steht aktuell bei 366,00 Euro. Das sind 6,03 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 389,50 Euro aus dem Juni. Seit Jahresbeginn liegt das Papier dennoch rund 34 Prozent im Plus.

Geopolitische Unwägbarkeiten

TSMC baut derzeit neue Werke in Arizona, Deutschland und Japan. Die modernste Fertigungstechnologie bleibt aber in Taiwan konzentriert. Das schafft politische Abhängigkeiten.

Berichte über mögliche strengere Exportkontrollen Taiwans für KI-Chips nach China sorgten zuletzt für Kursausschläge. Taiwan will seine Exportpolitik offenbar stärker an die der USA angleichen. Anleger beobachten die Entwicklung genau.

Die Nachfrage nach kritischen Technologien wie CoWoS-Verpackungen dürfte bis 2027 die verfügbare Kapazität übersteigen. Für TSMC geht es darum, die Preissetzungsmacht in steigende Margen umzumünzen – ohne die Schlüsselkunden zu verprellen.

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