TSMC-Aktie: 100 Millionen Chips für Apple!

Apple sichert sich über 100 Millionen fortschrittliche Chips aus TSMCs US-Werk für 2026. Der Halbleiterriese expandiert trotz geopolitischer Spannungen und erwartet weiteres Umsatzwachstum.

Auf einen Blick:
  • Apple wird größter Kunde der Arizona-Fabrik
  • Massive Kapazitätsausweitung in den USA und Taiwan
  • Aktie unter Druck durch geopolitische Spannungen
  • TSMC erwartet 2026 Umsatzwachstum von fast 30%

TSMC hat seine größte Kundenzusage in den USA erhalten: Apple wird 2026 über 100 Millionen fortschrittliche Chips aus der Arizona-Fabrik abnehmen – deutlich mehr als im Vorjahr. Parallel dazu baut der Weltmarktführer seine Kapazitäten massiv aus, während geopolitische Spannungen die Aktie unter Druck setzen.

Apple sichert sich Arizona-Produktion

Der iPhone-Konzern wird zum Anker-Kunden der TSMC-Fabrik nördlich von Phoenix. David Tom, Apples globaler Einkaufschef, bestätigte: Man wolle so viel Output kaufen, wie das Werk liefern kann. Die Chips im Vier- und Fünf-Nanometer-Bereich fließen in verschiedene Apple-Geräte.

Die jüngsten Flaggschiff-iPhones und Macs benötigen allerdings noch kleinere Zwei-Nanometer-Architekturen – diese bleiben vorerst Taiwan vorbehalten. Die Produktion außerhalb Taiwans ist für TSMC teurer und belastet potenziell die Margen, wie das Management bereits einräumte.

Neue Fab in Tainan geplant

Parallel zur US-Expansion treibt TSMC den heimischen Ausbau voran. Für 2028 ist die Fertigstellung eines neuen Werks im Tainan Science Park vorgesehen, getrieben von der enormen Nachfrage nach KI-Chips. Am 26. März steht die Umweltverträglichkeitsprüfung an, der Bau soll noch 2026 beginnen. Das Werk wird rund 1.400 direkte Arbeitsplätze schaffen, weitere 500 bei Zulieferern.

Geopolitik belastet den Kurs

Trotz positiver Geschäftsnachrichten geriet die Aktie diese Woche unter Druck. Am 3. März verlor TSMC 5,5 Prozent, als steigende US-Iran-Spannungen eine Verkaufswelle bei Tech-Titeln auslösten. Die Aktie gab damit einen Teil ihrer Gewinne ab, nachdem sie Ende Februar in Nähe des Allzeithochs notiert hatte.

Auffällig: Mehrere große Investoren hatten im vierten Quartal 2025 ihre Positionen reduziert. FMR LLC verkaufte 16,5 Prozent seines Bestands – über zwölf Millionen Aktien im Wert von 3,66 Milliarden Dollar. Massachusetts Financial Services verringerte seine Beteiligung um 35,6 Prozent, Goldman Sachs um 30,2 Prozent. Point72 Asset Management schwamm gegen den Strom und erhöhte seine Position um 157 Prozent.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Co Ltd Aktie Chart

Rekordjahr 2025 als Basis

Die fundamentale Stärke steht im Kontrast zur jüngsten Kursschwäche. TSMC erzielte 2025 einen Umsatz von 122,4 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 59,9 Prozent – 3,8 Prozentpunkte mehr als 2024. Die operative Marge kletterte auf 50,8 Prozent. High-Performance-Computing, getrieben durch KI-Nachfrage, steuerte 58 Prozent zum Jahresumsatz bei.

Für 2026 rechnet CEO C.C. Wei mit einem weiteren Wachstum von knapp 30 Prozent. Die Knappheit bei fortschrittlichen Chips bleibt bestehen: „Die Wafer-Nachfrage bei fünf Nanometern und darunter wird 2026 um 25 bis 30 Prozent über der Kapazität liegen“, so Branchenexperte Handel Jones. Engpässe dürften bis 2027 anhalten.

Die zweite Arizona-Fab ist fertiggestellt, die Anlageninstallation startet 2026 mit Serienproduktion ab H2 2027. Eine dritte Fab ist im Bau, für eine vierte läuft das Genehmigungsverfahren. Insgesamt investiert TSMC 165 Milliarden Dollar in die USA.

Am 10. März folgt der Umsatzbericht für Februar 2026, die Quartalszahlen werden am 16. April erwartet. Die Bruttomarge für Q1 2026 soll bei 63 bis 65 Prozent liegen.

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