Die Aktie von Tripadvisor steht möglicherweise vor einer bedeutenden Wende. Nachdem der aktivistische Investor Starboard Value einen Anteil am Unternehmen aufgebaut hat, könnte das Reiseportal gezwungen sein, seine wertvollsten Geschäftsbereiche abzuspalten. Analysten sehen darin erhebliches Potenzial für Aktionäre.
BofA Securities hat die Einschätzung für Tripadvisor von Neutral auf Kaufen angehoben und ein neues Kursziel von 15 Dollar ausgegeben. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 50 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag. Analystin Nafeesa Gupta von BofA begründet dies mit der Möglichkeit, dass Viator und TheFork als eigenständige Unternehmen vom schwächelnden Hotel-Metasuchgeschäft der Mutter getrennt werden könnten.
TripAdvisor Aktie Chart
Viator und TheFork deutlich unterbewertet
Die beiden Wachstumsbereiche Viator und TheFork könnten zusammen etwa 2,5 Milliarden Dollar wert sein. Das wäre fast das Doppelte des aktuellen Unternehmenswerts von Tripadvisor insgesamt. „Unsere Analyse zeigt, dass die beiden Wachstumsaktiva von Tripadvisor mehr wert sind als der gesamte aktuelle Unternehmenswert, wenn man sie unabhängig bewertet“, schreibt Gupta in einer Mitteilung an Kunden.
Um Starboard Value entgegenzukommen, hat Tripadvisor bereits vier von dem Fonds nominierte Direktoren in den Vorstand aufgenommen. Diese sollen die Bemühungen zur Wertschöpfung des Unternehmens unterstützen. Gupta geht davon aus, dass diese Veränderungen im Vorstand helfen dürften, eine Aufspaltung oder strategische Veräußerungen voranzutreiben.
Kritik an Führung und KI-Strategie
In einem Brief an den Vorstand von Tripadvisor im Februar hatte Starboard Value scharfe Kritik geübt. Der Investor bemängelte die Unternehmensführung, die langsame Einführung von künstlicher Intelligenz und das Versäumnis, den maximalen Wert für Aktionäre zu erschließen. „In einer Phase so rascher Innovation und Veränderung scheint Tripadvisor mit einer derart vorteilhaften Position seinen Vorsprung zu verspielen“, hieß es in dem Schreiben.
Gupta warnt allerdings auch vor Risiken. Die Disruption durch agentenbasierte KI, Herausforderungen bei der Umsetzung, Zeitrisiken und die anhaltende Verschlechterung im Hotel-Segment könnten eine Transaktion verzögern oder deren Wert schmälern. Der Wettbewerbsdruck bleibt hoch, und es ist fraglich, wie schnell sich eine Aufspaltung realisieren lässt.
Anleger sollten beobachten, wie sich die Dynamik im Vorstand entwickelt und ob Tripadvisor tatsächlich bereit ist, seine Struktur grundlegend zu verändern. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob Starboard genug Einfluss hat, um die strategische Neuausrichtung durchzusetzen.
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