Die USA haben bei TRATON den Takt gedreht. Der Lkw-Konzern meldet für das dritte Quartal 2026 einen Absatzsprung, den vor allem die Tochter International Motors trägt. Die Aktie legte vorbörslich leicht zu.
Amerika treibt das Wachstum
Der Konzernabsatz stieg auf Basis vorläufiger Zahlen um 10 Prozent auf 78.900 Fahrzeuge. International Motors verkaufte 19.900 Fahrzeuge, fast die Hälfte mehr als im Vorjahresquartal. Damals hatte die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump den Markt deutlich gebremst. Die Nachfrage der Kunden zog zuletzt spürbar an. Der Rückgang aus dem ersten Halbjahr ist damit mehr als ausgeglichen.
Bei den anderen Marken fiel das Bild gemischter aus. Scania legte um 3 Prozent auf 22.100 Fahrzeuge zu. Treiber waren der Produktionshochlauf im neuen chinesischen Werk in Rugao und ein staatliches Kreditprogramm in Brasilien.
MAN, der größte Hersteller im Konzern, verkaufte mit 24.500 Fahrzeugen ein Prozent weniger. Das Lkw-Geschäft entwickelte sich positiv, Busse und der Transporter TGE belasteten. Volkswagen Truck & Bus wuchs um 5 Prozent auf 12.500 Fahrzeuge, ebenfalls mit Rückenwind aus Brasilien.
Neun Monate im Plus
Über die ersten neun Monate summiert sich der Absatz auf 230.400 Fahrzeuge, ein Plus von 3 Prozent. Das Jahr begann verhalten, im zweiten Quartal wuchs der Absatz um 4 Prozent. Das dritte Quartal beschleunigt den Trend also deutlich.
Bei den vollelektrischen Fahrzeugen zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Im Quartal sank der Absatz leicht auf 770 Einheiten, nach 820 im Vorjahr. Über neun Monate liegt er mit 2.670 Fahrzeugen dagegen 29 Prozent höher. Bei International brach das E-Segment im Quartal um 72 Prozent ein.
Die Aktie reagierte im vorbörslichen Tradegate-Handel mit einem Plus von zeitweise gut einem Prozent auf 33,74 Euro. Die Anleger honorieren die Zahlen, ohne zu überschwänglich zu reagieren. Absatz ist zudem noch kein Ergebnis: Über die Margen sagen die vorläufigen Zahlen nichts aus.
Mehr Klarheit bringt die Zwischenmitteilung für die ersten neun Monate am 28. Oktober 2026. Sie enthält detailliertere Absatzdaten und dürfte zeigen, wie sich der US-Aufschwung auf die Profitabilität auswirkt.
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