Trade Desk-Aktie: Das wird ungemütlich!

Nach Publicis untersucht nun auch Werbegigant Omnicom seine Geschäftsbeziehung zu Trade Desk. Die Aktie verliert deutlich an Wert, Anleger reagieren nervös.

Auf einen Blick:
  • Trade Desk-Aktie fällt um fast 8 Prozent nach Ankündigung einer Omnicom-Prüfung
  • Publicis hatte zuvor Vertragsverstöße festgestellt und Trade Desk nicht mehr empfohlen
  • Aktie hat in den letzten 12 Monaten bereits zwei Drittel ihres Wertes verloren

Die Aktie von Trade Desk sackt am Dienstag im Handelsverlauf um fast 8 Prozent ab. Der Grund ist eine Meldung von Ad Age, wonach Omnicom eine unabhängige Prüfung der Geschäftsbeziehung mit Trade Desk eingeleitet hat. Das klingt harmlos, ist es aber nicht.

Denn erst vor wenigen Tagen hatte bereits Publicis nach einer solchen Prüfung massive Vertragsverstöße bei Trade Desk festgestellt. Die Franzosen werfen dem Unternehmen vor, DSP-Gebühren falsch angewendet und Kunden automatisch für zusätzliche kostenpflichtige Features angemeldet zu haben. Publicis empfiehlt Trade Desk seinen Kunden seitdem nicht mehr. Das sitzt.

Jetzt zieht Omnicom nach. In einem internen Memo an Kunden, das Ad Age vorliegt, bezeichnet der Konzern die Prüfung als zusätzliche Sorgfaltspflicht nach dem Publicis-Bericht. Eine erste Überprüfung habe zwar keine negativen Auswirkungen auf Kunden ergeben, doch Omnicom will jetzt eine der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften einschalten.

The Trade Desk Aktie Chart

Trade Desk unter Druck

Trade Desk selbst gibt sich gelassen und spricht von einer erfolgreichen, langjährigen Beziehung zu Omnicom. Man teile gemeinsame Ziele wie Transparenz, Innovation und Performance. Omnicom habe bei seinen routinemäßigen Kontrollen keinerlei Probleme festgestellt, so ein Unternehmenssprecher gegenüber Ad Age.

Das mag sein. Doch die Tatsache, dass nun schon der zweite große Werbedienstleister eine externe Prüfung anordnet, lässt Anleger nervös werden. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits knapp zwei Drittel ihres Wertes verloren. Und dieser Abwärtstrend dürfte sich fortsetzen, sollten weitere negative Meldungen folgen. Die Stimmung ist am Boden, das Vertrauen beschädigt.

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