Trade Desk-Aktie: Sie schafft es einfach nicht!

Am Donnerstag setzte die Trade Desk-Aktie ihre jüngste Abwärtsbewegung mit einem Kursverlust von 4% fort. Was steckt dahinter?

Auf einen Blick:
  • Umsatzprognosen gehen von Wachstumsabflachung aus
  • Mehrere Banken senkten zuletzt die Kursziele
  • Wachsende Dominanz von Amazon bei Retail Media und CTV

Nach einer kurzzeitigen Erholung hat die Trade Desk-Aktie diese Woche wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Donnerstag ging es um vier Prozent für das Adtech-Unternehmen bergab. Was steckt hinter dem erneuten Kurseinbruch?

Drei Belastungsfaktoren

Obwohl Trade Desk erst am 7. Mai seine offiziellen Zahlen für das erste Quartal vorlegen wird, ist die Nervosität im Markt sehr hoch. Die Umsatzprognose liegt bei 678 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von nur zehn Prozent entspräche – deutlich weniger als die gewohnten Raten im hohen zweistelligen Bereich.

Zudem haben in den letzten Tagen haben mehrere Banken ihre Kursziele gesenkt, da sie eine weitere Verlangsamung des Werbemarktes durch sinkendes Konsumentenvertrauen in den USA befürchten.

Ein massiver Belastungsfaktor ist die wachsende Dominanz von Amazon im Bereich Retail Media und Connected TV. Anleger fürchten, dass Amazon durch den direkten Zugriff auf Kaufdaten Trade Desk Marktanteile im lukrativen programmatischen Werbegeschäft abjagt. Dieser Konkurrenzkampf führt aktuell zu einer „Multiples-Kompression“ – Anleger sind also nicht mehr bereit, so hohe Bewertungen für die Aktie zu zahlen wie noch vor einem Jahr.

Und ein Hoffnungsschimmer

Interessanterweise steht der heutige Rückgang im krassen Gegensatz zu einer Meldung von heute Morgen: CEO Jeff Green hat laut Pflichtmitteilungen eigene Aktien im Wert von 150 Millionen US-Dollar gekauft.

Normalerweise ist ein solcher massiver Insider-Kauf ein extrem bullisches Signal. Dass die Aktie dennoch fällt, zeigt, wie tief die Skepsis des Marktes gegenüber der kurzfristigen Umsatzentwicklung sitzt.

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