Ein Kampf der Giganten spielt sich gerade in Japan ab. Elliott Investment Management, der aktivistische Fonds von Paul Singer, hat sich mit Toyota angelegt. Es geht um nicht weniger als 27,8 Milliarden Dollar. Toyota will seine Tochter Toyota Industries komplett übernehmen und von der Börse nehmen. Doch Elliott sagt Nein.
Der US-Fonds hält 6,7 Prozent an Toyota Industries und macht ordentlich Rabatz. Das überarbeitete Angebot von 18.800 Yen je Aktie sei viel zu niedrig, heißt es aus dem Elliott-Lager. Die Unterbewertung liege bei fast 40 Prozent. Als eigenständiges Unternehmen könnte die Aktie in ein paar Jahren sogar 40.000 Yen wert sein. Das ist eine Kampfansage.
Toyota hat sein ursprüngliches Angebot von 16.300 Yen bereits um 15 Prozent erhöht. Doch das reicht Elliott nicht. Der Fonds argumentiert, dass mindestens 26.000 Yen pro Aktie angemessen wären. Die Aktie notiert aktuell bei 19.585 Yen und damit deutlich über dem Angebotspreis. Der Markt glaubt offenbar, dass Toyota nachbessern muss.
Die Rechnung könnte aufgehen
Jetzt wird es spannend. Elliott braucht 33 Prozent der Stimmrechte, um das Übernahmeangebot zu blockieren. Toyota hält bereits 48 Prozent über verschiedene Konzerngesellschaften. Auf den ersten Blick scheint Elliott chancenlos. Doch Experten wie Travis Lundy rechnen anders. Passive Investoren wie BlackRock halten etwa 19 Prozent der Stimmrechte. Diese werden ihre Anteile kaum unter dem aktuellen Börsenkurs andienen.
Rechnet man die 6,7 Prozent von Elliott und die 19 Prozent der passiven Investoren zusammen, kommt man auf 26 Prozent. Elliott müsste also nur noch etwa 7 Prozent zusätzliche Stimmen gewinnen. Das ist durchaus im Bereich des Möglichen. Andere Investoren wie Asset Value Investors haben sich bereits kritisch zum Angebotspreis geäußert.
Die Schlacht um Toyota Industries wird zum Präzedenzfall für Japan. Es geht um die Frage, ob aktivistische Investoren auch gegen einen der mächtigsten Konzerne des Landes bestehen können. Sollte Elliott gewinnen, wäre das ein Signal an alle anderen Unternehmen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Toyota nachgeben muss oder ob das traditionelle japanische Stakeholder-Modell sich durchsetzt. Das Angebot läuft noch bis zum 12. Februar.
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