Eigentlich hätte das erste Quartal für TotalEnergies ein Problem werden können. Rund 15 Prozent der Upstream-Produktion lagen wegen Lieferunterbrechungen im Nahen Osten brach, der Irankrieg sorgte für Unruhe in der Region. Und dennoch legte der französische Ölkonzern am Mittwoch Zahlen vor, die die Erwartungen der Analysten klar übertrafen.
Zahlen, die sich sehen lassen können
Der bereinigte Nettogewinn kletterte im ersten Quartal auf 5,4 Milliarden Dollar, nach 4,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent. Analysten hatten laut LSEG-Daten mit rund 5 Milliarden gerechnet. Je verwässerter Aktie verdiente TotalEnergies 2,45 Dollar, der FactSet-Konsens lag bei 2,16 Dollar. Starkes Trading und hohe Ölpreise haben den Produktionsausfall also nicht nur kompensiert, sondern überkompensiert.
Besonders auffällig: Das Raffinerie- und Chemiesegment verfünffachte seinen Gewinnbeitrag. Alle Geschäftsbereiche legten zu, trotz des Ausfalls im Nahen Osten.
TotalEnergies SE Aktie Chart
Und dann noch der EPH-Deal
Ebenfalls am 29. April vollzog TotalEnergies die Übernahme eines 50-Prozent-Anteils an einem Portfolio flexibler Stromerzeugungsanlagen von Energeticky a prumyslový holding. Der Deal war bereits im November 2025 angekündigt worden: 95,4 Millionen neue TotalEnergies-Aktien gehen an EPH, was rund 4,2 Prozent des Grundkapitals entspricht. EPH wird damit einer der größten Einzelaktionäre des Konzerns. Das Portfolio umfasst mehr als 14 Gigawatt an Gas-, Biomasse- und Batteriekapazitäten in Westeuropa, dazu kommen rund 5 Gigawatt an Projekten in der Entwicklung. Der Unternehmenswert des Portfolios wurde mit 10,6 Milliarden Euro beziffert.
Die Europäische Kommission hatte die Transaktion Ende März genehmigt. TotalEnergies betont, der Deal sei ab dem ersten Tag frei-Cashflow-akkretiv für alle Aktionäre. Ob das so bleibt, wenn die Strommärkte in Europa unter Druck geraten, ist eine andere Frage.
29 Prozent mehr Gewinn, 15 Prozent weniger Produktion
Das ist die eigentliche Pointe dieses Quartals. Wer trotz eines Siebtels weniger Rohstoffförderung fast ein Drittel mehr verdient, hat entweder sehr gut gehandelt oder sehr gutes Timing gehabt. Bei TotalEnergies war es wohl beides.
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