Die Rechnung bei TotalEnergies geht derzeit auf eine etwas makabere Art und Weise auf. Rund 15 Prozent der Produktion sind wegen des Iran-Kriegs ausgefallen. Doch die explodierenden Öl- und Gaspreise machen diese Verluste mehr als wett, wie CEO Patrick Pouyanné gegenüber CNBC erklärte.
Brent-Öl notiert aktuell über 100 Dollar je Barrel. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Pouyanné betont, dass vor allem die Produktpreise durch die Decke gehen. Raffineriemargen bei asiatischem Kerosin erreichen Niveaus, die die Welt so noch nie gesehen hat. Hinzu kommt, dass etwa 30 Prozent der globalen Düngemittelproduktion durch die Straße von Hormus transportiert werden. Die Frühjahrsaussaat steht auf der Kippe.
TotalEnergies ist einer der größten LNG-Exporteure weltweit und kann seine Kunden in Europa und Asien dank des diversifizierten Portfolios weiter beliefern. Doch die Situation bleibt angespannt. Nach den iranischen Drohnenangriffen auf die Ras Laffan-Anlage in Katar sind 20 Prozent der globalen LNG-Versorgung offline.
TotalEnergies SE Aktie Chart
Gaspreise könnten im Sommer explodieren
Europäisches Erdgas handelt derzeit bei rund 18 Dollar je MMBtu. Doch Pouyanné warnt vor einem dramatischen Anstieg. Sollte der Konflikt bis zum Sommer andauern, könnten die Preise auf 40 Dollar hochschießen. Der Grund ist simpel: Asien benötigt im Sommer mehr Gas, während Europa gleichzeitig seine Speicher wieder auffüllen muss.
Die Analysten von RBC bleiben optimistisch. Biraj Borkhataria bestätigt seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 85 Euro. Angesichts der aktuellen Marktlage erscheint das durchaus realistisch. US-Gaswerte wie Cheniere Energy oder NextDecade legten am Dienstag bereits zwischen 1,5 und 8 Prozent zu.
Für Anleger bleibt TotalEnergies eine spannende Wette auf weiter steigende Energiepreise. Die Mischung aus LNG-Expertise und Ölproduktion zahlt sich in diesem Umfeld aus. Solange der Konflikt schwelt, dürften die Kurse weiter Rückenwind haben.
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