Es war ein Dienstagabend, der für Toll Brothers gut lief, zumindest verglichen mit dem, was die Analysten erwartet hatten. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie um gut 2 Prozent auf 126,66 Dollar zu. Wer nur diese Zahl sieht, denkt: starkes Quartal. Wer genauer hinschaut, sieht ein Unternehmen, das sich wacker schlägt, aber eben auch eines, das kleiner geworden ist.
Weniger Häuser, weniger Umsatz, aber über Konsens
Der Umsatz fiel auf 2,53 Milliarden Dollar, nach 2,74 Milliarden im zweiten Quartal des Vorjahres. Der Gewinn je verwässerter Aktie sank von 3,50 auf 2,72 Dollar. Auch die Zahl der ausgelieferten Häuser ging zurück, von 2.899 auf 2.491. Das ist, nüchtern betrachtet, ein Rückgang auf breiter Front.
Dennoch, und das ist der Punkt, der die Anleger am Dienstagabend interessierte: Der Konsens lag bei 2,42 Milliarden Dollar Umsatz und 2,57 Dollar Gewinn je Aktie. Toll Brothers hat beides übertroffen. Und der Durchschnittspreis eines ausgelieferten Hauses lag bei exakt einer Million Dollar, was CEO Karl Mistry sichtlich stolz machte.
Toll Brothers Aktie Chart
Mistry klingt zuversichtlich
„Wir haben 2.491 Häuser zu einem Durchschnittspreis von 1.009.000 Dollar ausgeliefert und damit rund 110 Millionen Dollar über dem Mittelpunkt unserer eigenen Prognose gelegen“, sagte Mistry. Die bereinigte Bruttomarge lag bei 26,2 Prozent, 70 Basispunkte über der eigenen Guidance. Dazu kamen Aufträge, die im Jahresvergleich um 7 Prozent in Einheiten und 8 Prozent in Dollar zulegten.
Auf dieser Basis hob das Unternehmen die Jahresprognose an. Die untere Grenze der Auslieferungserwartung für das Gesamtjahr 2026 wurde von 10.300 auf 10.400 Einheiten angehoben, die Obergrenze bleibt bei 10.700. Das liegt in etwa auf Höhe des Analystenkonsenses von 10.546 Einheiten.
Drittes Quartal bleibt unter Konsens
Für das dritte Quartal erwartet Toll Brothers zwischen 2.600 und 2.700 Auslieferungen. Der Analystenkonsens stand bei 2.806. Das ist kein Einbruch, aber auch kein Signal, dass das Tempo anzieht.
Toll Brothers baut Luxushäuser für gut betuchte Käufer, eine Kundschaft, die von Zinserhöhungen weniger direkt getroffen wird als der Durchschnittskäufer. Dass die Zahlen trotzdem unter Vorjahr liegen, sagt wohl mehr über den Markt als über das Unternehmen. Immerhin: Eine Million Dollar pro Haus im Schnitt. Günstig war das Quartal nicht, nur kleiner.
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