Nach den jüngsten Schritten zum Ausbau weltweiter Partnerschaften richtet sich die Aufmerksamkeit am Markt verstärkt auf die langfristige Pipeline von TKMS. Gestern vereinbarten das Unternehmen und die EDGE Group anlässlich eines Staatsbesuchs der Vereinigten Arabischen Emirate eine Absichtserklärung.
Gegenstand der Vereinbarung ist die Prüfung gemeinsamer Entwicklungen im Bereich von Unterwasserüberwachungs- und Schutzsystemen. Finanzielle Details oder ein verbindliches Auftragsvolumen nannten die Beteiligten dabei nicht.
Kooperationen im maritimen Schutzbereich
Die vertiefte Anbindung an internationale Partner ergänzt laufende Vorhaben in europäischen Kernmärkten. So sicherte sich TKMS ATLAS UK im Rahmen eines vergebenen Auftrags des britischen Verteidigungsministeriums die Entwicklung und Lieferung des Torpedoabwehrsystems Next Generation Countermeasure für U-Boote der Royal Navy.
Bei der Umsetzung soll Babcock International Group die Abschussvorrichtungen sowie die Plattformintegration übernehmen. Nach Unternehmensangaben sichert das britische Entwicklungsprogramm 80 Arbeitsplätze vor Ort.
Die Nachfrage nach modernen Abwehr- und Überwachungskapazitäten unter Wasser bildet vor dem Hintergrund veränderter Sicherheitslagen einen wesentlichen Schwerpunkt bei den Marineprogrammen westlicher Staaten und ihrer Verbündeten.
Volle Auftragsbücher stützen Analystenurteil
Am Kapitalmarkt stoßen die operativen Rahmenbedingungen des Unternehmens auf eine überwiegend positive Resonanz. Stifel nahm die Einstufung der Aktie am 18. September mit einer Kaufempfehlung auf und setzte das Kursziel bei 105 Euro an. Analyst Thomas Mordelle verwies zur Begründung auf den bestehenden Auftragsbestand von mehr als 25 Milliarden Euro sowie auf die anhaltend hohe Nachfrage nach U-Booten und Verteidigungsgütern zur See.
Unterstützung erhält dieses Bild durch Bernstein Research. Das Analysehaus bestätigte am Montag seine Einstufung mit „Outperform“ und bezifferte das Kursziel für den Titel auf 125 Euro. Beide Häuser sehen die Kapazitäten des Marinespezialisten durch die anhaltende Auftragsvergabe mittelfristig gestützt.
Kursniveau nach solider Jahresbilanz
Am Aktienmarkt mündeten die vorangegangenen Kursgewinne zuletzt in eine Beruhigung. Die Aktie ging am Freitag mit einem Schlusskurs von 84,00 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verbleibt dennoch ein deutlicher Zuwachs: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Kursplus von 27 Prozent.
Vom im August erreichten 52-Wochen-Hoch trennt die Notierung derzeit ein Abstand von 23 Prozent nach unten. Für die weitere Entwicklung bleibt maßgeblich, in welchem Umfang die jüngsten Absichtserklärungen in feste Fertigungsaufträge übergehen.
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