Tilray Aktie: TD Cowen senkt Kursziel auf 5 Dollar

Tilray steigert Umsatz auf 915,5 Mio. Dollar, verfehlt aber erneut Analystenerwartungen. Die Aktie verliert vorbörslich über 3 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Umsatzrekord von 915,5 Mio. Dollar
  • Nettoverlust sinkt auf 105,2 Mio. Dollar
  • Analystenerwartungen erneut verfehlt
  • TD Cowen senkt Kursziel auf 5 Dollar

Tilray Brands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 einen Rekordumsatz von 915,5 Millionen US-Dollar erzielt, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoverlust verringerte sich auf 105,2 Millionen US-Dollar. Auf den ersten Blick liest sich das nach einem Erfolg für den kanadischen Cannabis- und Getränkekonzern.

An der Börse überwiegt trotzdem die Skepsis. Medienberichten zufolge verfehlte Tilray damit bereits das zweite Quartal in Folge sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen der Analysten. Die Aktie gab am heutigen Montag im vorbörslichen US-Handel mehr als 3 Prozent ab.

Viertes Quartal bleibt hinter den Prognosen zurück

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres kam Tilray auf einen Umsatz von 281,71 Millionen US-Dollar, unter dem Strich stand ein Verlust von 49,57 Millionen US-Dollar. Für Anleger zählt weniger das einzelne Quartal als die Frage, ob der Konzern seinen Wachstumskurs profitabel gestalten kann.

Genau hier setzt die Kritik an. Tilray hatte zuletzt die Übernahme der Biermarke BrewDog abgeschlossen, um das Getränkegeschäft neben dem Cannabissegment auszubauen. Analysten warnen jedoch vor Integrationsproblemen, die aus dem schnellen Zukaufkurs entstehen könnten – ein Risiko, das die Freude über den Umsatzrekord dämpft.

Analysten bleiben gespalten, TD Cowen kappt Kursziel

Die Analysten von TD Cowen halten trotz der gedämpften Zahlen an ihrer Kaufempfehlung fest, senkten ihr Kursziel aber bereits am 14. Juli von 7 auf 5 US-Dollar. Über die vergangenen zwölf Monate summierte sich der Verlust je Aktie auf 1,09 US-Dollar, der Gesamtverlust auf 121,4 Millionen US-Dollar – Zahlen, die die vorsichtige Haltung der Bank untermauern.

Der Aktienkurs selbst zeigte sich zuletzt widerstandsfähiger als die Fundamentaldaten vermuten lassen. Am Freitag schloss das Papier an der Torontoer Börse bei 6,34 kanadischen Dollar, ein Sprung von 7,64 Prozent binnen eines Tages. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von 10,84 Prozent, während sich der Kurs über die vergangenen 30 Tage noch um 2,76 Prozent verbilligt hat.

Hohe Schwankungen prägen das Bild

Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 45,81 Prozent und unterstreicht, wie nervös der Handel mit der Aktie derzeit verläuft. Der RSI von 54,5 signalisiert dabei weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation, sondern eine neutrale Verfassung des Titels. Die Marktkapitalisierung beläuft sich umgerechnet auf rund 483,94 Millionen Euro.

Für Anleger bleibt damit ein zwiespältiges Bild: Der Umsatzrekord belegt, dass die Diversifizierung über Cannabis hinaus in Getränke und internationale Märkte Fahrt aufnimmt. Die anhaltenden Verluste und die verfehlten Konsensschätzungen aus zwei aufeinanderfolgenden Quartalen liefern jedoch genug Argumente für die Skeptiker unter den Analysten.

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