Die Aktie von Tilray legte im vorbörslichen Handel am Mittwoch rund 2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen aus Ontario Quartalszahlen vorgelegt hatte, die über den Erwartungen lagen. Der Nettoumsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte 206,7 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen um 5,4 Millionen Dollar. Das entspricht einem Wachstum von etwa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Haupttreiber dieser Entwicklung war das internationale Cannabis-Geschäft, das mit einem Zuwachs von 73 Prozent auf 24,1 Millionen Dollar die stärkste Quartalszahl in der Geschichte von Tilray erzielte. CEO Irwin Simon bezeichnete die vorgelegten Zahlen als den besten dritten Quartalsumsatz und das stärkste Bruttoergebnis, das das Unternehmen je erzielt habe.
Tilray Brands Aktie Chart
Gemischte Signale aus den einzelnen Geschäftsbereichen
Während das internationale Geschäft deutlich zulegen konnte, zeigten sich die anderen Sparten unterschiedlich. Der Umsatz mit Cannabis für Erwachsene und medizinischem Cannabis in Kanada stieg um 8 Prozent auf 58,5 Millionen Dollar. Das Großhandelsgeschäft mit Cannabis brach hingegen massiv ein und schrumpfte um 70 Prozent auf lediglich 1,2 Millionen Dollar.
Der Bruttogewinn legte im Quartalsvergleich um 6 Prozent auf 55,0 Millionen Dollar zu. Das adjusted EBITDA verbesserte sich stärker und wuchs um 19 Prozent auf 10,7 Millionen Dollar. Diese Verbesserung dürfte auch auf das abgeschlossene Kostensenkungsprogramm „Project 420“ zurückzuführen sein, das jährliche Einsparungen von 33 Millionen Dollar generiert, vor allem im Getränkegeschäft.
Von Verlust zu Gewinn im bereinigten Ergebnis
Bemerkenswert ist die Entwicklung beim bereinigten Nettoergebnis je Aktie. Tilray meldete für das dritte Quartal einen Gewinn von 0,02 Dollar je Aktie, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 0,03 Dollar zu Buche stand. Diese Trendwende zeigt, dass die Bemühungen um Profitabilität erste Früchte tragen.
Das Management bekräftigte seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und erwartet weiterhin ein adjusted EBITDA zwischen 62 und 72 Millionen Dollar. Dies würde einem Wachstum von 13 bis 31 Prozent entsprechen. Simon betonte, man konzentriere sich darauf, eine führende globale Konsumentenplattform aufzubauen, die nachhaltiges Wachstum und langfristigen Shareholder Value schaffen solle. Inwieweit das stark schwankende Großhandelsgeschäft diese Pläne beeinflussen könnte, bleibt eine offene Frage für die kommenden Quartale.
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