Thyssenkrupp Marine Systems hat ein unverbindliches Übernahmeangebot für German Naval Yards eingereicht. Das bestätigte der im Oktober von Thyssenkrupp abgespaltene Marineschiffbauer heute auf Anfrage von Reuters. Details zur Offerte nannte TKMS nicht, betonte jedoch, dass die Gespräche zwischen beiden Unternehmen mit offenem Ausgang weiterlaufen würden.
Die Expansionspläne von TKMS fügen sich in eine Phase erhöhter Nachfrage nach Verteidigungsgütern ein. Bereits im Dezember hatte das Unternehmen angekündigt, zeitnah über eine mögliche Übernahme von GNYK entscheiden zu wollen. Der kleinere Wettbewerber beschäftigt direkt rund 400 Mitarbeiter und gehört zur französischen CMN Naval Gruppe, einem familiengeführten Schiffbauer mit Aktivitäten im Marine- und Yachtbau.
Mehrere Interessenten buhlen um German Naval Yards
TKMS ist allerdings nicht allein im Rennen. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person im Dezember gegenüber Reuters mitteilte, führt auch die britische Inocea Group Gespräche über einen möglichen Erwerb von GNYK. Das britische Unternehmen ist in den Bereichen Verteidigung, Marine und Industrie tätig und unterstreicht damit das breitere Interesse an dem deutschen Werftbetrieb.
Die Konsolidierung im europäischen Verteidigungssektor nimmt offenbar Fahrt auf. Angesichts steigender Rüstungsbudgets und wachsender geopolitischer Spannungen suchen etablierte Anbieter nach Wegen, ihre Kapazitäten zu erweitern. GNYK dürfte für strategische Käufer attraktiv erscheinen, da spezialisierte Werften mit erfahrenem Personal rar sind.
Offener Ausgang trotz strategischer Logik
Für TKMS würde eine Übernahme von GNYK die Marktposition im deutschen Marineschiffbau weiter stärken. Die strategische Logik liegt auf der Hand: Beide Unternehmen bewegen sich im gleichen Segment, und Synergien ließen sich vermuten. Gleichzeitig bleibt unklar, welche finanziellen Bedingungen TKMS anbietet und wie diese im Vergleich zu möglichen Konkurrenzofferten stehen.
Dass TKMS die Gespräche ausdrücklich als ergebnisoffen bezeichnet, deutet darauf hin, dass noch erhebliche Hürden zu überwinden sind. Anleger dürften gespannt verfolgen, wie sich das Bietergefecht entwickelt und welche Rolle die Eigentümerfamilie von CMN Naval letztlich spielen wird.
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