Im Zentrum steht der neue Mehrjahresvertrag zwischen Thyssenkrupp Materials Processing Europe und dem schwedischen Green-Steel-Unternehmen Stegra . Ab 2027 will Thyssenkrupp jährlich mindestens 100.000 Tonnen sogenannten „Non-Prime“-Stahls aus Stegras wasserstoffbasiertem Werk in Boden abnehmen und an Industriekunden in ganz Europa weitervertreiben. Über die Laufzeit gerechnet geht es um ein Volumen im hohen sechsstelligen Tonnenbereich. Also nicht um eine symbolische Vereinbarung, sondern um einen ernstzunehmenden Materialstrom.
In Duisburg arbeitet Thyssenkrupp parallel am Umbau der Stahlherstellung hin zur wasserstoffbasierten Direktreduktion, inklusive der Anbindung an künftige H₂-Infrastruktur. Mit Stegra ergänzt der Konzern diesen Weg um externe grüne Kapazitäten und positioniert seine Materials-Services-Sparte zunehmend als Drehscheibe für CO₂-ärmere Stahlprodukte. Für Kunden, die ihre Wertschöpfung schrittweise dekarbonisieren wollen, ist genau diese Kombination aus Volumen, Logistik und optionaler „grüner Wertigkeit“ besonders attraktiv.
Thyssenkrupp Aktie Chart
Markt stößt an wichtige Widerstandsmarke
Thyssenkrupp befindet sich im Chart aktuell kurz vor einer Widerstandszone. Diese Zone leitet sich aus Hochs aus dem Jahr 2019 ab und zeigt, welches starke Comeback die Aktie derzeit vollzieht. Sollte es der Aktie gelingen, den Bereich zwischen rund 11,00 Euro und 11,30 Euro zu überwinden, läge die nächste Hürde an einem offenen Gap zwischen 12,30 Euro und 12,90 Euro.
Mit der aktuellen Stärke im Markt können sich Rücksetzer als Chancen ergeben. Wichtig ist dabei jedoch, dass die bestehende Struktur nicht gebrochen wird und die letzten Tiefs nicht unterschritten werden. Diese liegen in diesem Fall bei rund 8,30 Euro. Eine Trendlinie kann hierbei ebenfalls ein hilfreiches Indiz für die Stabilität der Bewegung sein.
Ihr Konrad
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