Eigentlich könnte Thyssenkrupp an der Börse gerade für Zuversicht sorgen. Ein wichtiger Börsengang steht bevor, Analysten haben ihre Kursziele angehoben und die Umgestaltung des Konzerns nimmt weiter Gestalt an. Doch die Aktie erzählt derzeit eine andere Geschichte. Statt steigender Notierungen gab es jedoch zwischenzeitlich am Donnerstag Verkaufsdruck. Das ist nun wieder Geschichte: Am Freitag ist die Aktie um mehr als 6,5 % geklettert und verharrt auf dem hohen Niveau von rund 13,64 Euro auch am Montag.
Dabei lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung vor dem jüngsten Rückschlag. Noch vor wenigen Monaten kostete die Aktie rund 10 Euro. Anschließend stieg sie zeitweise auf mehr als 15 Euro. Seit Jahresbeginn steht trotz der jüngsten Verluste immer noch ein Plus von gut 40 %. Auf Sicht von sechs Monaten hatte Thyssenkrupp zwischenzeitlich sogar rund 51 % gewonnen.
Thyssenkrupp: Die Zuversicht bleibt, die Schwankungen steigen
Es ist deshalb durchaus denkbar, dass Anleger nach diesem kräftigen Anstieg schlicht Gewinne sicherten. Eine solche Entwicklung wäre nach der vorangegangenen Rally nicht ungewöhnlich.
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Hinzu kommt, dass die jüngsten Unternehmensnachrichten keineswegs durchweg negativ ausgefallen sind. Im Gegenteil: Thyssenkrupp arbeitet weiter daran, seine Struktur grundlegend zu verändern. Aus dem traditionellen Industriekonzern soll zunehmend eine Holding mit eigenständiger aufgestellten Geschäftsbereichen werden.
Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei TK Accelis. Das Tochterunternehmen soll nach den vorliegenden Planungen am 28. Oktober an die Börse gebracht werden. 51 % verbleiben bei der thyssenkrupp. Die ist damit im Ausbau ihrer Holding-Struktur weiter als zuvor.
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