Einen krassen Kurssturz in Höhe von 7,8 % erlebte gestern die Aktie von Thyssenkrupp. Das ist auf den ersten Blick ausgesprochen enttäuschend. Allerdings ist Thyssenkrupp hier ganz offensichtlich vor allem aus technischen Gründen schwächer geworden.
Das Unternehmen hat seine Tochter TK Accelis an die Frankfurter Börse gebracht. Thyssenkrupp wird dementsprechend an der Börse niedriger bewertet. Dabei handelt es sich um eine technische Kurskorrektur, die durch die börsentechnische Abspaltung zustande gekommen ist.
An der bisherigen Aufwärtsbewegung oder der grundsätzlichen Entwicklung von Thyssenkrupp ändert sich dadurch zunächst nichts.
Kursverlust ist auf den Börsengang zurückzuführen
Die Aktionäre von Thyssenkrupp haben für die Abspaltung einen Ausgleich erhalten, der den Kursverlust zumindest teilweise auffängt. Ganz konkret wurde den Aktionären für jeweils 20 Thyssenkrupp-Aktien eine Aktie der abgespaltenen Gesellschaft ins Depot gebucht.
Apple Aktie Chart
Ein größerer Teil des Kursabschlags lässt sich damit technisch erklären. Die Aktie der abgespaltenen Gesellschaft wurde mit 27,28 Euro bewertet. Für jede Thyssenkrupp-Aktie ergibt sich daraus rechnerisch ein anteiliger Wert von rechnerisch 1,41 Euro.
Dieser Wert muss bei der Beurteilung des Kursverlusts berücksichtigt werden. Die Aktionäre haben schließlich zusätzlich zu ihren bisherigen Thyssenkrupp-Aktien Anteile an der abgespaltenen Gesellschaft erhalten. Der Kursrückgang bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Aktionäre einen entsprechenden Vermögensverlust erlitten haben.
Für Thyssenkrupp geht es damit wirtschaftlich zunächst weitgehend normal weiter. Analysten warten allerdings noch auf die kommenden Geschäftszahlen. Diese sollen erst am 28. veröffentlicht werden.
Dann dürfte sich zeigen, wie die weitere Entwicklung des Unternehmens einzuschätzen ist.
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