Thyssenkrupp-Aktie: Steht eine Transaktion bevor?

Thyssenkrupp meldet rückläufige Umsätze und Aufträge. Zur Vorbereitung eines möglichen Stahlverkaufs an Jindal Steel wurden hohe Restrukturierungskosten gebildet.

Auf einen Blick:
  • Rückgang bei Auftragseingang und Umsatz
  • Hohe Kosten für Stellenabbau im Stahlgeschäft
  • Verhandlungen über Verkauf an Jindal Steel
  • Aktienkurs testet wichtige Aufwärtstrendlinie

Am 12. Februar 2026 veröffentlichte das Unternehmen den Bericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (per 31.12.2025). Der Auftragseingang belief sich auf 7,7 Mrd. Euro und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 12,5 Mrd. Euro. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Vergleichsquartal stark von großen TKMS-Aufträgen aus dem Marinegeschäft geprägt war. Der Umsatz ging um 8 % auf 7,2 Mrd. Euro zurück. Schwache Nachfrage sowie niedrigere Preise, insbesondere im Stahlsegment und in automobilnahen Bereichen, hinterließen klar erkennbare Spuren.

Der eigentliche Paukenschlag kam jedoch aus dem Stahlgeschäft. Ebenfalls am 12. Februar wurden Restrukturierungskosten in Höhe von 401 Mio. Euro bekannt gegeben. Hintergrund sind weitreichende Stellenstreichungen mit mehreren tausend betroffenen Arbeitsplätzen. Ziel ist es, die Kostenbasis nachhaltig zu senken und die Sparte verkaufsfähig zu machen. Die konkreten Details werden derzeit mit der IG Metall im Rahmen eines Tarif- und Sozialplans verhandelt. Parallel dazu laufen Gespräche mit Jindal Steel über einen möglichen Verkauf der Stahlaktivitäten. Die gebildete Rückstellung gilt als klare Vorbereitung auf eine potenzielle Transaktion.

Thyssenkrupp Aktie Chart

Trendlinie dient als Orientierung

Die Thyssenkrupp-Aktie hatte es zunächst geschafft, die Hochs und die damit verbundene Widerstandszone zwischen 11,00 und 11,38 Euro zu durchbrechen. Nach diesem Ausbruch fiel der Kurs jedoch umgehend wieder unter diese Zone zurück und bewegte sich in Richtung der Aufwärtstrendlinie, die seit dem 17. Februar angelegt werden kann. Diese Trendlinie könnte nun als möglicher Trigger für erneut steigende Kurse dienen.

Ein Bruch unter diese Trendlinie würde das Chartbild zwar eintrüben, den übergeordneten Aufwärtstrend jedoch noch nicht brechen. Ein Trendbruch wäre erst mit dem Unterschreiten der markanten Tiefs bei rund 8 Euro gegeben. Solange sich der Markt oberhalb dieser Marke hält, ist die aktuelle Bewegung lediglich als Korrektur innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends zu werten. Sollte es jedoch zu einem nachhaltigen Trendbruch kommen, wäre ich mit Kaufchancen zunächst zurückhaltend.

Ihr Konrad

Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)