Der Irankrieg hat den Märkten einen ordentlichen Schlag versetzt und die Anleger von ThyssenKrupp in die Flucht geschickt. Auch die Analysten von Jefferies beobachteten, dass der Kurs seit Kriegsbeginn im Nahen Osten um rund 25 Prozent zurückgegangen ist. Darin erkennen die Experten aber augenscheinlich eine Einstiegschance.
Das wird zumindest mit der Bekräftigung des Kaufempfehlung sowie dem unveränderten Kursziel in Höhe von 13 Euro suggeriert. Die jüngsten Entwicklungen hätten gezeigt, wie sensibel die Märkte auf Makro-Schocks reagieren. Zudem mahnten holprige Gespräche zur Übernahme der Stahlsparte durch Jindal Steel zur Vorsicht.
Erfreuliche Entwicklung bei ThyssenKrupp?
Dem gegenüber stehen nach Ansicht der Analysten aber auch erfreuliche Entwicklungen, die an den Märkten momentan vielleicht etwas untergehen. Zufrieden zeigt sich Jefferies über den Ausstieg beim Duisburger Stahlhersteller HKM sowie eine Einigung mit den Gewerkschaften im Stahlbereich und Berichten über einen möglichen neuen Bieter für das Stahlgeschäft.
ThyssenKrupp: Die Bullen halten sich zurück
Ob bei ThyssenKrupp nun Chancen oder Risiken höher zu gewichten sind, das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Die Börsianer tun sich aber weiterhin schwer damit, Risiken auszublenden. Die Furcht vor steigenden Energiepreisen und neuerlichen Rückschlägen bei der Konjunktur stehen einer breiten Erholung im Weg.
Im morgendlichen Handel am Montag setzte die Thyssenkrupp-Aktie zunächst leicht bis auf 7,75 Euro zurück und weitete damit die Verluste auf Monatssicht auf knapp 29 Prozent aus. Gute Hoffnungen und Spekulationen auf erfreuliche Neuigkeiten allein können den Titel momentan nicht tragen.
Thyssenkrupp Aktie Chart
Gefährliche Zeiten
Der Irankrieg bleibt im Fokus. Denn je länger der Konflikt andauert, umso mehr werden Lieferketten gestört und umso höher fallen die Preisaufschläge bei Energie aus. Da Energiekosten ThyssenKrupp schon jetzt spürbar belasten, bleiben die Bullen noch immer in Deckung.
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