Thyssenkrupp-Aktie: Am Ende – und jetzt?

Thyssenkrupp Automotive schließt Produktion in Terre Haute und verlagert Lenkungsteile nach Ohio. Konzern treibt Restrukturierung voran.

Auf einen Blick:
  • Schließung des US-Standorts Terre Haute
  • 230 Arbeitsplätze sind betroffen
  • Verlagerung der Lenkungsbauteile nach Hamilton
  • Nordamerika bleibt strategisch wichtiger Markt

Thyssenkrupp konsolidiert sein Geschäft in den USA: Nach Konzernangaben plant die Automotive-Sparte die Schließung ihres Produktionsstandorts im US-amerikanischen Terre Haute im Bundesstaat Indiana. Betroffen sind demnach rund 230 Beschäftigte.

Thyssenkrupp-Aktie: Verlagerung nach Hamilton, Ohio

Der Standort soll bis spätestens Ende März 2027 geordnet heruntergefahren werden. Während der Übergangsphase soll die Versorgung bestehender Kunden sichergestellt bleiben.

Die bislang in Terre Haute gefertigten Lenkungsbauteile aus dem Fahrwerksbereich sollen künftig am Standort Hamilton im Bundesstaat Ohio gebündelt werden, wo thyssenkrupp Bilstein of America seinen Schwerpunkt auf Stoßdämpfersysteme hat. Hamilton soll personell gezielt gestärkt und als fokussierte US-Produktionsbasis weiterentwickelt werden.

COO Viktor Molnar begründete den Schritt mit dem tiefgreifenden Wandel in der Automobilindustrie: Veränderte Kundenanforderungen, rückläufige Volumina und Kostendruck erforderten schlankere und fokussiertere Produktionsstrukturen. Yashar Kazemi, Präsident der betroffenen US-Tochtergesellschaft, betonte, der Schließungsprozess solle verantwortungsvoll und geordnet gestaltet werden.

Thyssenkrupp-Aktie: Nordamerika bleibt strategisch wichtig

Trotz der Werksschließung unterstreicht thyssenkrupp, dass Nordamerika ein zentraler Markt bleibe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte die Automotive-Sparte in der Region einen Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro und beliefert dort nahezu alle großen Fahrzeughersteller.

Die Maßnahme fügt sich in die laufende Transformation des gesamten Konzerns ein, der sein Portfolio seit Jahren verschlankt und unprofitable oder strukturell belastete Bereiche neu ausrichtet. Für Anleger ist die Schließung ein weiteres Zeichen, dass Thyssenkrupp den Umbau im Automobilzuliefergeschäft konsequent vorantreibt – in einem Markt, der durch den Wandel zur Elektromobilität und anhaltenden Preisdruck auf breiter Front unter Druck steht.

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